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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Nur die Schwalben gehören zurück ins Nest
Zwischenüberschrift:
Einsamer Vogelnachwuchs im Garten: Lieber sich selbst überlassen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Kaum etwas weckt bei Menschen so reflexartig den Wunsch zu helfen wie kleine, scheinbar hilflose Tiere. Gerade jetzt zur Brutzeit stoßen Gartenbesitzer und Spaziergänger nicht selten auf junge Vögel, die versehentlich aus dem Nest gefallen zu sein scheinen. Der erste Reflex könnte dann sein, das Tier mit nach Hause zu nehmen und dort zu versuchen, es aufzupäppeln. Davon aber raten Vogelexperten ab.
" Wenn Gartenbesitzer Tiere mit ins Haus nehmen, ist das zwar nett gemeint, aber es hilft meist nicht", sagt Ornithologe Johannes Melter, Mitglied beim Naturschutzbund (NABU) in Osnabrück. Denn die Jungvögel sehen nur einsam aus normalerweise werden sie von den Alttieren auch außerhalb des Nestes mit Nahrung versorgt, wenn sie noch nicht vollständig flügge sind.Melter räumt zwar ein, dass eine heimische Kükenaufzucht für Kinder eine interessante Erfahrung sein könnte. " Aber für die Tiere ist das nicht gut." In menschlicher Pflege würden sie weniger fit für die Natur und müssten mit hohem Aufwand wieder ausgewildert werden.
Eine Ausnahme sind übrigens kleine Schwalben, die offenbar schon mal unfreiwillig das Nest verlassen: " Man kann versuchen, sie vorsichtig zurück ins Nest zu setzen", empfiehlt der Ornithologe.
Immer wieder komme es auch vor, dass Menschen ausgewachsene Vögel finden, die sich verletzt haben und die tatsächlich hilflos sind. " Viele versuchen dann, das Tier gesund zu pflegen", sagt er, " aber die Erfolgsaussichten sind leider gering." Werner Kirchner, zuständiger Mitarbeiter für Artenschutz bei der Unteren Naturschutzbehörde in Osnabrück, macht zudem darauf aufmerksam, dass geheilte Tiere laut Bundesnaturschutzgesetz wieder in die Wildnis entlassen werden müssen. Eine einst flügellahme Amsel als Haustier zu behalten das ist verboten. Der Tierschutz schreibt auch vor, dass die untere Naturschutzbehörde benachrichtigt werden muss, wenn ein als " streng geschützt" eingestufter Vogel verletzt aufgenommen wird. " Dazu gehören beispielsweise alle Tag- und Nachtgreifvögel", so Kirchner. Er empfiehlt, verletzte Tiere zu einer der beiden vom Land Niedersachsen anerkannten Betreuungsstationen in Osnabrück zu bringen: zum Zoo oder zu Wolfgang Herkt in Hellern.
Bildtext: So sollte es sein: junge Schwalben im Nest. Wenn man ausnahmsweise eine davon außerhalb ihres Zuhauses findet, kann man versuchen, sie zurückzusetzen. Foto: Klaus Lindemann
Autor:
andi


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