User Online: 1 | Timeout: 22:14Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Frederike will in Afrika helfen
Zwischenüberschrift:
Osnabrücker Abiturientin verzichtet dafür auf den Urlaub nach der Schule
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Einmal Afrika, immer Afrika das sagen all jene, die den riesigen Kontinent bereist haben. Und so fühlt es auch Frederike Möller-Frentzen. Vor vier Jahren ging sie zum ersten Mal nach Südafrika, um ihre Englischkenntnisse zu verbessern. Jetzt macht sie sich wieder auf den Weg.

" Mein Cousin war in den USA, das war dann nicht mehr so reizvoll, und England war mir nicht weit genug weg", sagt die 19-Jährige rückblickend. Im Rahmen eines Schüleraustauschprogramms wohnte sie damals bei einer Familie in der Township Mitchell′s Plain bei Kapstadt und ging dort zur Schule. " 40 bis 50 Schüler waren da in einer Klasse", erinnert sich Frederike Möller-Frentzen. Während ihres mehrmonatigen Aufenthaltes begeisterte sie sich für die Menschen und das Land.
Den Armen helfen
Jetzt, nach gerade bestandenem Abitur und Warten auf den Studienbeginn, geht es für Frederike Möller-Frentzen wieder nach Südafrika. Diesmal führt sie ihr Weg in das christlich geprägte Selbsthilfeprojekt Jabulani bei Durban, von dem ihr Jens Ahaus, der Leiter der Eine-Welt-AG in der Gesamtschule Schinkel erzählte. Er selbst hatte nach seinem Studium in der Projektgemeinde mitgearbeitet. In Jabulani helfen Patres und Missionsschwestern seit 20 Jahren überwiegend armen und alleinerziehenden Müttern mit ihren Kindern. Das Ziel ist, die Frauen zu ermutigen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und Verantwortung zu tragen. Mittlerweile versorgt man sich in Jabulani selbst mit eigenem Brot, und die ausgebildeten Frauen stellen Textilien und Kerzen für den Verkauf her.
Über Lehrer Jens Ahaus war schnell der Kontakt zu den Missionsverantwortlichen hergestellt, die sich über die Hilfe freuen. So kann Frederike Möller-Frentzen jetzt ihren Koffer und Rucksack packen: " Ich würde gerne auf die Kinder aufpassen und ihnen nach der Schule bei den Hausaufgaben helfen", sagt sie. Warum sie nach 13 Schuljahren nicht einfach Urlaub macht? " Ich weiß, dass es mir gut geht, und das möchte ich gerne weitergeben", sagt Frederike Möller-Frentzen und ergänzt, dass sie helfen möchte, ohne zu bevormunden. Ebenso sei es ihr als Katholikin wichtig, die multireligiöse Realität in Jabulani zu respektieren. Nach ihrer Rückkehr im September hofft sie, eine Aufnahmebestätigung der Universität Leipzig vorzufinden: Dort will sie dann Afrikanistik studieren.
Bildtext: Das Abi in der Tasche, Koffer und Rucksack sind gepackt: Frederike Möller-Frentzen will vor ihrem Studium für mehrere Monate in Südafrika arbeiten. Foto: Stefan Buchholz
Autor:
steb


Anfang der Liste Ende der Liste