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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Bauen nach dem Stand der Sonne
Zwischenüberschrift:
Stadt definiert ökologische Standards neu – Bäume für Parkplätze
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Dächer von gewerblich genutzten Hallen sollen in Zukunft begrünt oder mit Solaranlagen ausgestattet werden. Das ist ein Detail der neuen ökologischen Standards, die sich die Stadt gegeben hat.
In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause verabschiedete der Stadtrat einstimmig ein Paket zur ökologischen Bauleitplanung. Es ist das Ergebnis einer jahrzehntelangen Diskussion.
Die Vorgeschichte: In den neunziger Jahren hatte die rotgrüne Ratsmehrheit in vielen Bebauungsplänen Vorschriften zur Dachbegrünung oder Regenwasserversickerung erlassen. Bis 2001 zahlten Bauherren zum Beispiel zusätzlich 4000 Mark beim Erwerb von städtischen Grundstücken. Sie erhielten das Geld beim Einbau einer Solaranlage als Zuschuss zurück. Nach dem Machtwechsel schafften die CDU und FDP diese " Zwangsbeglückung" ab, kamen aber dem Ziel, Anreize zum ökologischen Bauen zu schaffen, kaum näher. Im Dezember 2006 beauftragte der frisch gewählte Rat einstimmig die Verwaltung, ein Öko-Programm fürs Bauen zu entwickeln. Jetzt liegt es vor.
Die Stadt verzichtet darin weitgehend auf konkrete Vorschriften in Bebauungsplänen. Es soll Raum bleiben, in jedem Einzelfall ein optimales Paket schnüren zu können, das die wirtschaftlichen und ökologischen Interessen vereinbart. Eine zu starke Reglementierung würde außerdem das Bauen verteuern, Häuslebauer ins Umland treiben und den Pendlerstrom verstärken.
Das Programm setzt schon in der ersten Planungsphase an. Bei der Aufstellung eines Bebauungsplanes soll geprüft werden, welche klimaschonende Energieversorgung infrage käme zum Beispiel durch erneuerbare Energieträger oder ein Blockheizkraftwerk. Jedes neue Baugebiet wird auf sein " solarenergetisches Potenzial" überprüft. Im Klartext: Wie lassen sich die Häuser optimal zur Sonne ausrichten, um möglichst viel Wärme aufzufangen und die Dächer effektiv für die Solartechnik nutzen zu können?
Die Stadt prüft in Zukunft automatisch, ob geplante Baugebiete in Frischluftentstehungsgebieten liegen und ob eine Bebauung Folgen für den Luftaustausch in der Innenstadt hätte. Eine sogenannte Immissionsprognoserechnung soll schon in der Planungsphase darlegen, wie sich die Luftqualität durch eine Bebauung verändern würde.
Die Flachdächer und flach geneigten Dächer von großen, gewerblich genutzten Gebäuden sollen künftig begrünt oder mit Solaranlagen bestückt werden, " sofern keine gestalterischen oder funktionalen Gründe entgegenstehen". Die Regelung gilt nur für Gewerbeimmobilien, nicht für Wohngebäude. Der Stadtrat setzt darauf, dass private Bauherren angesichts explodierender Energiekosten freiwillig die Solartechnik einsetzen. Konkret ist die Vorgabe zur Parkplatzbegrünung: Flächen mit mehr als zehn Stellplätzen sollen von " großkronigen Bäumen" beschattet werden, um den Aufheizeffekt zu mindern. Das Regenwasser soll möglichst innerhalb des Baugebietes versickern. Falls Regenrückhaltebecken nötig sind, sollen diese naturnah gestaltet werden. Auch die Bodenqualität nimmt die Stadt bei der Bauleitplanung künftig in den Blick. / Bildtext: Die Kraft der Sonne soll in Osnabrück künftig noch besser genutzt werden. Die Stadt prüft zum Beispiel bei neuen Bebauungsplänen, ob die Häuser optimal zur Sonne ausgerichtet sind. Die Dächer von Industriehallen müssen begrünt oder mit Solaranlagen bestückt werden. Foto: ddp
Autor:
hin


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