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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Überraschender Fund bei Hellmann
Zwischenüberschrift:
Vom Aussterben bedrohter Käfer entdeckt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Dass es auf dem Betriebsgelände von Hellmann mehr Vogelarten als auf der Feldflur am Kalkhügel gibt, ist schon seit längerer Zeit bekannt. Dass es aber auch ganz seltene und auf der " Roten Liste" verzeichnete Käfer zu sehen gibt, war die große Überraschung für Clemens Witte, Stephan Rösler und Dirk Drefke, die den auffälligen Käfer auf dem Betriebsgelände entdeckten.
Das Insekt war an seinem langen Horn leicht zu erkennen. Es war das Männchen des Nashornkäfers (Oryctes nasicornis), eines besonders geschützten und vom Aussterben bedrohten Käfers.
Wie der Käfer aber auf das Betriebsgelände kam, konnte vorerst nicht nachvollzogen werden. Gerhard Lohmeier, Umweltbeauftragter der Spedition Hellmann, hat aber eine Vermutung: Da auf dem Betriebsgelände zum Abdecken des Bodens unter den Sträuchern auch Rindenmulch verwendet wird, könne es gut sein, dass sich der Nashornkäfer über diesen Rindenmulch seinen Weg auf das Betriebsgelände gesucht hat.
Die Käfer erreichen eine Körperlänge von bis zu vier Zentimetern. Sie sind meist schwarzbraun gefärbt und haben einen gedrungenen Körper. Nur die Männchen tragen das nach hinten gebogene Horn auf dem Kopf, das dem Käfer seinen Namen gegeben hat.
Die Entwicklungszeit der Larve, die bis zu zwölf Zentimeter lang werden kann, dauert zwei bis fünf Jahre und verlangt während der gesamten Zeit eine möglichst unberührte Brutstätte bei gleichbleibender Temperatur. Durch menschliche Einwirkungen werden die traditionellen Brutstätten wie zum Beispiel Altholz oder Sägeabfälle immer seltener. Somit finden die Käfer auch immer weniger geeignete Brutplätze. Es dauert sehr lange, bis aus den Eiern, die vom Weibchen in alte Baumstümpfe, abgestorbene Wurzeln oder Rindenhaufen gelegt werden, ein Nashornkäfer geworden ist.
Dass die Mitarbeiter von Hellmann den Käfer auf dem Speditionsgelände entdeckt haben, ist nach Ansicht Lohmeiers ein Hinweis dafür, dass sich trotz des hohen Verkehrsaufkommens und der versiegelten Flächen in den naturnah gestalteten Betriebsflächen des Unternehmens durchaus auch besonders gefährdete Arten entwickeln können.
Bildtext: Das nach hinten gebogene Horn gibt dem Nashornkäfer seinen Namen. Die Art steht auf der " Roten Liste". Foto: privat


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