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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Finger Gottes" mahnt von weitem
Zwischenüberschrift:
Die Bonnus-Kirche entsprang dem Geist ihrer Zeit und erinnert an biblische Bilder
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Manch einer ist beim ersten Blick auf die Bonnuskirche irritiert. Doch es ist pure Absicht, dass der Glockenturm neben dem eigentlichen Gebäude steht. Der Architekt hat alles richtig gemacht.
" Finger Gottes", " Seelenbohrer", " mahnender Finger" zu dem frei stehenden Glockenturm der Bonnuskirche ist schon so mancher Name gefallen. 50 Meter hoch ragt die schmale und spitze Pyramidenform in den Himmel. Doch neben aller Symbolhaftigkeit erfüllt der mit Kupfer gedeckte Turm mit seinen vier Glocken in den Tönen Fis, Gis, A und H auch einfach seinen Zweck.
15 Meter vom Glockenturm entfernt steht das eigentliche Kirchengebäude. Mit seinem fast bis zum Boden herabreichenden Dachfirst unterscheidet es sich auch von anderen Kirchen. Die Form der Bonnus-Kirche erinnert an ein Zelt und steht aus theologischer Sicht für die Vergänglichkeit des Lebens, das für Christen nur eine Durchreise zum Leben nach dem Tod ist.
Auch das Dach des Kirchengebäudes besteht aus Kupfer. An seinen Seiten sorgen fünf Fenster mit vorspringenden Giebeln für Licht im Innenraum. Der Altarraum hat außerdem ein eigenes Oberlicht im hinteren Bereich des Daches.
Aus der Luft betrachtet, fügt sich die Bonnus-Kirche gut in ihre Umgebung ein. Denn mit ihrem Dach passt sie auch zu den Wohnhäusern um sie herum. Die schlichte Form erinnert aber auch an eine alte Bauernkate oder an einen Stall. Auch da gibt es einen Zusammenhang zu einem biblischen Bild: dem des Schafstalls, in dem der Hirte seine Schafe um sich versammelt. Das entspricht im übertragenen Sinne der Rolle des Pfarrers, der wie ein Hirte seine Gemeinde führt. Das architektonische Konzept der Bonnus-Kirche entspricht der Zeit, in der sie geplant und gebaut wurde. Ihr Grundstein wurde 1962 gelegt. 1964 wurde sie von Bischof Lilje geweiht. Bis dahin mussten die evangelischen Bewohner der Illoshöhe in die Marien- oder Katharinenkirche pilgern. Benannt wurde die Kirche nach dem Reformator Hermann Bonnus.
Das Motiv aus der Serie " Osnabrück aus der Luft betrachtet" ist in den Geschäftsstellen der Neuen Osnabrücker Zeitung in der Großen Straße und am Breiten Gang erhältlich. Eine Aufnahme in der Größe 20 x 30 cm kostet 14 Euro, ein Abzug im Format 40 x 60 cm 26, 50 Euro.
Bildtext: Auffallend ist an der Bonnus-Kirche vor allem ihr Glockenturm. Doch auch bei dem eigentlichen Gebäude hat sich der Architekt etwas Besonderes einfallen lassen. Foto: Gert Westdörp
Autor:
rei


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