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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Eine Hinterhof-Idylle
Zwischenüberschrift:
Die Lortzingstraße, ein frühes Beispiel für Stadtsanierung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Einen Blick über die Hinterhöfe an der Lortzingstraße bietet das historische Foto der heutigen Zeitreise. Zu sehen sind die Rückseiten der Häuser am Marktplatz. Im Bildhintergrund erhebt sich der Turm der Marienkirche.
Durch eine halb zerfallene Mauer hindurch ist eine kleinteilige Bebauung zu sehen. Rechts von diesem Standort erhob sich damals das repräsentative Haus der Buchhandlung Schöningh, das in den 1970er Jahren abgerissen wurde, um die Lortzingstraße verbreitern und ausbauen zu können.
Die Lortzingstraße selbst entstand 1893/ 1894. Sie war das Resultat des ersten Eingriffs in den Bestand der Altstadtbebauung für die Verkehrsentwicklung. Um eine Verbindung zwischen Domhof und Dielingerstraße zu schaffen, wurde die Domdechanei geopfert, die ehemals am Domhof 5 gestanden hat.
Dieses Gebäude wurde auch " Von Hakesche Kurie" genannt, nach dem letzten Domdechanten vor der Säkularisation. Nach 1814 wurde das Haus zum Amtsgebäude des neu gegründeten Amtes Osnabrück. Ab 1852 befand sich hier das Amtsgericht und 1866 auch ein Schwurgerichtssaal. Von 1878 bis 1884 wurde das Haus auch als Museum genutzt.
Der Abriss und der Bau der Lortzingstraße waren ein frühes Beispiel für die ständige " Stadtsanierung". Allerdings blieb manches in den Anfängen stecken: Um 1900 wurden repräsentative Eckhäuser am Domhof gebaut, im Verlauf der Lortzingstraße reichte es dann nur zu niedrigen Häuschen und Schuppen, wie auf dem alten Foto zu sehen.
Benannt ist die Straße nach dem Sänger und Komponisten Gustav Albert Lortzing (1801–1851). Sie führt zwar zum Theater am Domhof, Lortzing ist als junger Künstler aber nur im damaligen Stadttheater an der Großen Gildewart aufgetreten. Dies befand sich dort, wo heute das Haus der Jugend steht.
Der schlanke Turmhelm im Hintergrund der Bilder gehört der Bürgerkirche St. Marien am Markt. Erstmals erwähnt wird das Gotteshaus 1173, archäologische Ausgrabungen lassen jedoch darauf schließen, dass hier bereits im 10. Jahrhundert eine Kirche gestanden hat.
Bildtexte: Durch Hinterhöfe an der Lortzingstraße fällt der Blick auf dieser Postkarte von 1908 auf den Turm der Marienkirche. Die Ansichtskarte stammt aus der Sammlung von Günter Preiß.
Ein Parkplatz befindet sich heute an der Lortzingstraße. Foto: Michael Hehmann
Autor:
Marie-Luise Braun


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