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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
47 Prozent weniger Wartezeit durch neue Ampelsteuerung
Zwischenüberschrift:
Aber Nachteile für Busverkehr und Fußgänger
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Wenn Autos vor Ampeln ständig anhalten und wieder anfahren, stoßen sie Unmengen von Schadstoffen aus. Zudem droht den Städten der Verkehrsinfarkt wegen Überlastung der Verkehrswege. Hier setzt ein von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt mit 90 000 Euro gefördertes Forschungsprojekt an.
Projektleiter Prof. Dr. Bernhard Friedrich von der Universität Braunschweig zog im Zentrum für Umweltkommunikation eine erste Zwischenbilanz. " Emissions- und Kraftstoffreduzierung im Straßenverkehr durch innovative Verkehrslenkung" lautete der Arbeitstitel von Projekt und Vortrag, zu dem DBU-Generalsekretär Fritz Brickwedde zu seiner Freude acht der 50 Ratsmitglieder im Publikum begrüßte.
Mit einer neu entwickelten Software könnten die Ampeln selbst an komplexeren Straßenkreuzungen sowie für ganze Stadtviertel so aufeinander abgestimmt werden, dass die Reisezeiten um bis zu 22, die Wartezeiten um 47 und die Anzahl der Halte um bis zu 36 Prozent verringerbar seien, erklärte Friedrich.
In dem von ihm analysierten Stadtviertel in Hannover mit einem täglichen Verkehrsaufkommen von rund 25 000 Fahrzeugen ließen sich hierdurch der Kraftstoffverbrauch um 23 Prozent reduzieren und rund 600 Tonnen Kohlendioxid-Ausstoß in einem Jahr einsparen. Hauptinstrument für diese Verbesserungen sei ein Umdenken bei der Steuerung der Ampelschaltungen.
Wenig Erfolg erbringe eine nochmals mögliche, weitere Optimierung der verkehrsaufkommenabhängigen Steuerung der einzelnen Rot- und Grünphasen. Mit einer verbesserten Festzeitensteuerung, bei der die Fahrzeuge mit einem einmal festgelegten Rot-Grün-Takt von Ampel zu Ampel geleitet werden, sind so die Erkenntnisse der Studie deutlich größere Erfolge zu erzielen.
In Osnabrück wird derzeit mit einer Kombination aus beiden Systemen gearbeitet. Dass dabei die Festzeitensteuerung derart erhebliche Verbesserungsmöglichkeiten bei der Ausarbeitung der bestmöglichen Ampelschaltung bereithalten soll, war für Stadtbaurat Wolfgang Griesert die Überraschung des Abends.
Allerdings gelten die von Friedrich vorgetragenen Daten nur dann, wenn es keine Störungen des Verkehrsleitsystems durch bevorrechtigten Busverkehr, bedarfsabhängige Fußgängerampeln oder einer Auslastung der Straßen von mehr als 80 Prozent gebe, so die weitere Einschätzung Grieserts.
In seinem Hause sehe man gegenwärtig noch mit etwas Skepsis, aber durchaus auch mit Interesse den Endergebnissen des Projektes entgegen. Erst dann könne überlegt werden, inwieweit das System auf die Osnabrücker Verhältnisse übertragbar sei.
Bildtext: Was bringt eine innovative Verkehrslenkung? Darüber informierte Prof. Friedrich.
Autor:
hols


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