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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Zwei Bomben legen Eversburg lahm
Zwischenüberschrift:
Spezialisten suchen am Montag nach weiteren Sprengkörpern
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Bombenalarm im Osnabrücker Stadtteil Eversburg: Zwei Fünf-Zentner-Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg sind gestern Vormittag bei Baggerarbeiten im Fundament der Kanalbrücke aufgetaucht. Eine wurde am Abend gesprengt, die zweite entschärft. Möglicherweise liegen weitere Bomben auf der anderen Seite des Stichkanal-Ufers. Am Montag werden Spezialisten danach suchen.
Den Start ins Wochenende hatten sich die Eversburger sicher anders vorgestellt: 2500 Bewohner des Stadtteils und der angrenzenden Gemeinde Lotte mussten gestern Nachmittag ihre Wohnungen verlassen. Die Polizei evakuierte das Gebiet im Umkreis von 1000 Metern um die Fundstelle der amerikanischen und der britischen Fliegerbomben.
Weil die Bewohner auf die Räumung nicht vorbereitet waren und 46 bettlägerige Menschen transportiert werden mussten, dauerte die Evakuierung länger als geplant, erklärte Stadtsprecher Sven Jürgensen.
Erst gestern Abend um 18.40 Uhr war der Sperrbezirk komplett geräumt. Bereits wenige Minuten später meldete Sprengmeister Oltmann Harms, dass die erste der beiden Bomben vor Ort entschärft werden konnte.
Problematischer war dagegen Bombe Nummer zwei. Weil der Zünder beschädigt war, musste die Bombe um kurz nach 19.30 Uhr in den nahen Hasewiesen gesprengt werden. " Das war Routine, völlig unproblematisch", bilanzierte der Spreng-Spezialist.
Bei den beiden Weltkriegs-Bomben handelt es sich aber offensichtlich nicht um die üblichen Blindgänger. Nach Auskunft von Stadtsprecher Jürgensen sind die Bomben in den letzten Kriegstagen von deutschen Soldaten absichtlich am Fundament der Kanalbrücke positioniert worden, um sie beim Anrücken der Alliierten in die Luft jagen zu können. Dazu seien beide Bomben mit Sprengkapseln ausgerüstet worden.
Es sei nicht auszuschließen, so der Sprengmeister auf Neue-OZ-Nachfrage, dass im Fundament auf der anderen Seite der Brücke ebenfalls Bomben zu finden sind, die dort absichtlich positioniert wurden. Bereits am kommenden Montag werden Spezialisten auch das andere Kanal-Ufer absuchen und nach möglichen weiteren Bomben baggern, so Harms.
Über 200 Eversburger befanden sich zum Zeitpunkt der Sprengung im Evakuierungszentrum im Schulzentrum.
Die Bombenräumung sorgte gestern Nachmittag auch für Ärger in der Bevölkerung. Vereinzelt beklagten sich Bürger , dass die Evakuierungsmaßnahmen erst am Nachmittag begonnen haben, obwohl die Bombe bereits um 10 Uhr vormittags gefunden wurde.
Für wenig Begeisterung dürfte die Evakuierung auch im Gasthaus " Die Eversburg" gesorgt haben, wo eine Geburtstagsfeier mit 50 Gästen geräumt werden musste.
Ab 17 Uhr wurde der Bahnverkehr auf der Strecke nach Oldenburg unterbrochen. Zu diesem Zeitpunkt sollten ursprünglich die beiden Blindgänger entschärft werden.
Neben Polizei und Feuerwehr war auch das Technische Hilfswerk mit 33 Personen an der Evakuierung beteiligt.
Der Busverkehr über die Atterstraße zum Strotheweg wurde bis um 17 Uhr aufrechterhalten, allerdings durften die Fahrgäste im Evakuierungsgebiet ab 15 Uhr nicht mehr aussteigen. Ab 17 Uhr wurde für den Busverkehr eine Umleitung über die Wersener Straße zur Prof.-Porsche-Straße nach Wersen eingerichtet.
Bildtext: Vor der Sprengung prüfte gestern Abend Sprengmeister Oltmann Harms den Zustand der beiden Bomben. Foto: Michael Hehmann
Autor:
prin


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