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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Afrika kommt nach Osnabrück: Zoo startet größtes Bauprojekt
 
Der Zoo baut Afrika nach
Zwischenüberschrift:
Zehn Millionen Euro für "Takamanda" – Heftige Kritik an "Stern"-Test
Artikel:
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Originaltext:
Zehn Millionen Euro investiert der Osnabrücker Zoo im kommenden Jahr in die neue afrikanische Erlebniswelt " Takamanda". Zoo-Architekt und Projektplaner Peter Rasbach präsentierte gestern die Pläne für das bislang größte Projekt des Zoos. Gitter wird es in " Takamanda" nicht geben. Die Besucher sollen die Tiere in einer künstlichen Fels- und Flusslandschaft auf Augenhöhe erleben können. " Takamanda" wird die Heimat unter anderem von Hyänen, Mantelpavianen, Pinselohrschweinen und Schimpansen sein. Die EU fördert das Projekt mit fünf Millionen Euro. Auf heftige Kritik stieß erneut der Zoo-Test des Magazins " Stern". Rasbach und Zoo-Tierärztin Susanne Klomburg nannten den Test, bei dem der Osnabrücker Zoo auf Platz 25 von 27 Großzoos gelandet war, " ärgerlich" und " irreführend".
Fotos: dpa

Osnabrück. Die Afrika-Welt " Takamanda" ist mit einer Investition von zehn Millionen Euro das bislang größte Projekt des Osnabrücker Zoos. Aber bevor der international geschätzte Zoo-Architekt Peter Rasbach Details erklärte, gab er eine Ehrenerklärung für den Osnabrücker Tierpark ab und übte deutliche Kritik am Zoo-Test des " Stern".
Die Note " noch gut", Platz 25 unter 27 Großzoos: Die Tester bescherten dem Osnabrücker Tierpark schlechte Schlagzeilen. Peter Rasbach, ausgewiesener Kenner der Zoos in Deutschland und Europa, kann das Ergebnis " schwerlich nachvollziehen". Die Elefantenhaltung, die die Tester wegen der massiven Gitterstäbe kritisiert hatten, sei " vorbildlich". Das in die Jahre gekommene Bärengehege nannte Rasbach einen " kosmetischen Fehler". Aber das Gehege übertreffe in der Größe viele Gehege anderer Zoos, die höher bewertet worden waren. Die Bärenanlage steht als eines der nächsten Projekte auf dem Ausbauprogramm des Zoos.
" Unerklärlich" sei für ihn, so Rasbach weiter, dass die " Stern"- Tester die Investitionspläne des Osnabrücker Zoos anders als bei den Mitbewerbern unbeachtet gelassen hatten. Zurzeit wird am unterirdischen Zoo gebaut, der Osnabrück ein " Alleinstellungsmerkmal" geben werde. " Die Tester hätten die Baustelle am Eingang doch sehen müssen", sagte Rasbach.
Wenn der unterirdische Zoo fertig ist, beginnen im Frühjahr nächsten Jahres die Arbeiten am bis dahin größten Projekt im Zoo: Am Südhang des Schölerberges entsteht bis Juni 2010 auf einer 5, 5 Hektar großen Fläche die afrikanische Themenwelt " Takamanda". Die Europäische Union fördert das Projekt mit fünf Millionen Euro.
Das Projekt war europaweit ausgeschrieben worden. Sechs international tätige Zooplaner legten Konzepte vor. Den Zuschlag erhielt am Dienstag Peter Rasbach. In " Takamanda" werden Mensch und Tier durch künstliche Felslandschaften und Wasserläufe voneinander getrennt. Gitter gibt es nicht. " So entsteht ein Schaufenster der afrikanischen Natur", sagt Rasbach. Takamanda wird die Heimat für Schimpansen, Mantelpaviane, Mangaben, Hyänen, Pinselohrschweine, Bongos, Warzenschweine und Mungos.
Im Herzen von " Takamanda" wird das Dorf " Makatanda" liegen. Zoo-Geschäftsführer Andreas Busemann verspricht ein " riesiges Spielpotenzial" . Das Dorf wird aus Baumhäusern bestehen, die durch transparente Röhrensysteme verbunden sind. Zwischen den Baumhütten wird ein Höhentrampolin gespannt. Zum Dorf gehören ein grünes Klassenzimmer, ein Wasserspielplatz und ein Streichelzoo. Busemann ist sich sicher, mit " Makatanda" weitere Maßstäbe in der Zoo-Landschaft zu setzen. Einziges Gebäude in der Anlage wird das Affenhaus sein, eine Art " Gewächshaus für Schimpansen", wie der Planer sagte. Die Affen können sich auf einem etwa 3000 Quadratmeter großen Außengehege austoben, und die Besucher werden ihnen von einem Podest aus auf Augenhöhe zuschauen können.
" Takamanda" sei für den Zoo ein Schritt in die Spitzengruppe deutscher Zoos, sagte Busemann. Der Zoo werde damit seine Anziehungskraft steigern, mehr Besucher anlocken und Sponsoren gewinnen. Das lege die wirtschaftliche Basis für die Umsetzung des Masterplans mit Umbau des Bärengeheges und Affenfelsens.
Die Zahl der Besucher steigt von Jahr zu Jahr. Im vergangenen Jahr kamen 750 000 Menschen. Nur acht Prozent des Budgets wird durch den jährlichen städtischen Zuschuss gedeckt. Der Osnabrücker Zoo ist damit deutschlandweit der Zoo mit der niedrigsten Zuschussquote. /
Bildtexte:
5, 5 Hektar groß wird die afrikanische Erlebniswelt " Takamanda" am Südhang des Schölerberges werden. / Ein Herzstück der neuen Afrika-Anlage soll das Baumhausdorf " Makatanda" werden.
Grafik:
Zoo
Autor:
hin


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