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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ertwin Ertmann wurde wieder lebendig
Zwischenüberschrift:
Die Stadt hatte zur Nacht der Geschichte geladen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. 360, 110, 10: Drei runde Geburtstage gab es am Samstag in der Stadt zu feiern. Vor 360 Jahren wurde der Westfälische Frieden geschlossen, Erich Maria Remarque wäre dieses Jahr 110 Jahre alt geworden, und das Felix-Nussbaum-Haus öffnet seit 1998 seine Türen. Drei Anlässe für die Stadt, zur Nacht der Geschichte einzuladen.
" Ich wusste gar nicht, was diese Figuren überhaupt sollen", sagt eine Besucherin am Samstagabend auf dem Rathausmarkt. Wie ihr ging es einigen anderen, für die sich erst dort klärte, wer ihnen bereits tagsüber verkleidet in der Innenstadt begegnet war: Personen aus der Stadtgeschichte hatten über ihr Leben und berichtet.
Darunter war auch Siegfried Brennecke als Ertwin Ertmann (1430–1505). Als Stadtführer fiel es Brennecke leicht, einen Einblick in das Leben des Mannes zu geben, der das Rathaus erbaut hat und einst Bürgermeister der Stadt war: " Er stammte aus einfachen Verhältnissen, sein Vater war Bierbrauer in der Neustadt." Dennoch studierte Ertmann Jura in Erfurt und arbeitete sich in der Stadthierarchie nach oben.
Weitere Persönlichkeiten waren Justus Wilhelm Lyra, der Komponist des Liedes " Der Mai ist gekommen", der Jurist Justus Möser und Sophie von der Pfalz, die mit ihrem Mann, Fürstbischof Ernst-August, das Schloss hatte errichten lassen.
Ergänzt waren diese Präsentationen durch Spielszenen, Lesungen aus Texten Remarques und Briefen Felix Nussbaums sowie Führungen durch das Felix-Nussbaum-Haus und das Remarque-Zentrum am Markt. Auf dem Platz gab es tagsüber ein Kinderprogramm. Eine Vielfalt, die wiederum einige Besucher verwirrte.
Um Punkt 19.15 Uhr läuteten die Glocken von St. Marien das Historienspiel ein, mit dem das Bild von Leonhard Gey nachgestellt werden sollte. Der Maler hatte 1889 seine Vorstellung von der Verkündigung des Westfälischen Friedens 1648 festgehalten.
Im Gegensatz zur Generalprobe lief nun fast alles wie am Schnürchen. In ihren historischen Gewändern begaben sich die Darsteller auf ihre Plätze und jubelten, als der Syndicus verkündet hatte: " Es lebe der Frieden." Die Moderation indes war kaum zu verstehen. Die etwa 700 Zuschauer konnten sich anschließend mit Speis, Trank und historischer Musik an Handwerkerständen auf dem Marktplatz vergnügen. / Bildtexte: Es lebe der Frieden: Wie auf dem Bild von Leonhard Gey positionierten sich 70 Darsteller vor dem Rathaus, um der Verkündung des Westfälischen Friedens zu lauschen. / Zurück in die Vergangenheit: Vor dem Rathaus sorgten diese Musiker mit Dudelsack und Trommel in der Nacht der Geschichte für den richtigen Ton. Foto: Thomas Osterfeld
Autor:
mlb


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