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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Das schlichte Äußere täuscht
Zwischenüberschrift:
Aus der Kirche St. Joseph wäre fast einmal eine Lagerhalle geworden
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Meistens werden Kirchen an einem Wochenende geweiht. Bei der Kirche St. Joseph auf dem Schölerberg war das anders. Sie musste an einem Mittwoch geweiht werden, am 15. Oktober 1917.
Grund war der Plan der Stadt, am Ende des Ersten Weltkriegs aus dem damals halbfertigen Gebäude eine Lagerhalle zu machen. Das wollte die Gemeinde verhindern und weihte die Kirche deshalb an einem Nachmittag mitten in der Woche. Fertiggestellt wurde das Gebäude erst zwischen 1922 und 1926.
Bereits 1913 war der Grundstein für die Josephskirche gelegt worden. Denn für die katholische Bevölkerung am Stadtrand, die zum Kirchspiel St. Johann gehörte, sollte ein eigenes Gotteshaus an der Miquelstraße (links zu sehen) entstehen. Als Architekt wurde Albert Feldwisch-Drentrup beauftragt.
Entstanden ist eine Sandsteinbasilika über einem kreuzförmigen Grundriss. Aus der Luft betrachtet, ist die Kreuzform der Kirche an den quer zueinander liegenden Dächern über dem Langarm und den Kreuzarmen gut zu erkennen. Daneben ragt der frei stehende Glockenturm von St. Joseph in die Höhe.
Außen ist die Kirche eher schlicht. Doch das sollte nicht über ihr an die italienische Renaissance angelehntes Inneres hinwegtäuschen. Begonnen wurde mit den Malereien zwischen 1932 und 1935. Doch erst nach dem Zweiten Weltkrieg konnte ein anderer Maler die Arbeit wieder aufnehmen. Seine Tätigkeit stand unter keinem guten Stern. Er stürzte von einem Gerüst in der Kirche und war tot. Einer seiner Schüler beendete die Arbeit schließlich.
Vier Glocken hängen im Turm von St. Joseph. Sie stammen nicht mehr aus den Anfangstagen der Kirche. 1925 hatte sie ihr erstes Geläut bekommen. Doch 14 Jahre später wurden drei Glocken beschlagnahmt, um sie als Material für Waffen einzuschmelzen. Erst 1954 bekam die Josephskirche drei neue Glocken, die nun mit alten Glocken in F, Es, Des und B ertönen.
Noch weitere Gebäude gehören zur Gemeinde von St. Joseph. Rechts hinter der Kirche steht das 1927 errichtete Pfarrhaus. Rechts daneben reicht außerdem noch ein Flügel des Gemeindehauses mit seinem braunen Flachdach ins Bild hinein.
Das Motiv aus der Serie " Osnabrück aus der Luft betrachtet" ist in den Geschäftsstellen der Neuen Osnabrücker Zeitung in der Großen Straße und am Breiten Gang erhältlich. Eine Aufnahme in der Größe 20x30 cm kostet 14 Euro, ein Abzug im Format 40x60 cm 26, 50 Euro. / Bildtext: Die großzügige Form und der Glockenturm von St. Joseph sind gut zu erkennen. Das neoromanische Gebäude ist aus Sandstein gebaut. Foto: Gert Westdörp
Autor:
rei


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