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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
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Überschrift:
Neuer, größer, stärker
Zwischenüberschrift:
Stadtwerke wollen die Windenergie-Ausbeute am dem Piesberg vervierfachen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Windkraft ist die bedeutendste regenerative Energie im Raum Osnabrück. Am Piesberg stehen zurzeit vier Windräder, welche jährlich rund vier Millionen Kilowattstunden (kWh) produzieren. Jetzt wollen die Stadtwerke die Leistung mit drei neuen Windkraftanlagen vervierfachen, so Karl-Heinz Meyer, Leiter der Energiedienstleistungen der Stadtwerke Osnabrück. Im Moment werden durch die vier Windräder durchschnittlich 1000 Haushalte versorgt. Jede Windkraftanlage ist etwa 70 Meter hoch. Allein der Mast ist etwa 45 Meter hoch, ein Rotorflügel ist rund 25 Meter lang.
Die neuen Windräder werden fast doppelt so groß wie die alten. Auch ihre Strommenge, die produziert wird, soll erheblich steigen. Nun sollen rund 15 Millionen kWh pro Jahr produziert werden. Allerdings prüfen die Stadtwerke, ob die Luftströmungen durch die neuen Windkraftanlagen erheblich verändert werden.
Im Gegensatz zu Öl oder Kohle setzt die Windkraft keine klimaschädlichen Gase frei. Dadurch werden bei den jetzigen Energieanlagen bis zu 1750 Tonnen und bei den neuen sogar 7900 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr eingespart.
Der Naturschutz soll nicht zu kurz kommen. Zurzeit untersuchen Fachleute, ob die Windräder die Fledermäuse gefährden, die in einem alten Stollen auf dem Piesberg leben. Sie ermitteln mit einem Ultraschallmessgerät die Zahl der dort lebenden Fledermäuse. Falls die Fledermauspopulation so hoch ist, dass sie geschützt werden muss, könnte es sein, dass die Windräder zu bestimmten Zeiten angehalten werden müssen.
Trotz ihrer Klimafreundlichkeit haben die Windräder nicht nur Befürworter. Beispielsweise kann man nicht vermeiden, dass die in der Umgebung wohnenden Menschen einen gewissen Lärmpegel ertragen müssen. Entspricht dieser aber nicht den Vorschriften, werden die Windräder auf weniger Betrieb eingestellt.
Außerdem sind einige Gegner der Meinung, die hohen Türme verunstalteten die Landschaft. Die Genehmigungsbehörde muss die Positionen abwägen. In solchen Fällen müssen Vertreter beider Seiten in der Regel zu Kompromissen bereit sein.
Bildtexte: Repowering, so nennen die Stadtwerke den Ausbau der Windenergie auf dem Piesberg, wie Karl-Heinz Meyer (links) Besuchern erklärt.
An herausragender Stelle stehen schon seit über zehn Jahren vier Windkraftwerke im Nordwesten der Stadt. Foto: Archiv


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