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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Roncadin wird anders behandelt
Zwischenüberschrift:
Nachbar: Stadt misst mit zweierlei Maß
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Nachricht, dass die Eisfabrik Roncadin auf ihrem Nachbargrundstück ein Hochregallager bauen will, hat Burkhard Quermann " äußerst erstaunt": Im Mai erst hatte der Unternehmer, der dort auch bauen wollte, von der Stadt eine klare Absage erhalten.
" Es wird offenbar mit zweierlei Maß gemessen", sagt der Gründer und Chef des Allgemeinen Debitoren- und Inkassodienstes und des Telefondienstleisters " Call force one". Ihm gehört das Bürogebäude neben Gut Lage, wo Roncadin ein 42 Meter hohes Kühlhaus bauen will. Die Fläche sei ihm zum Kauf angeboten worden, berichtet Quermann. Er sei sehr interessiert gewesen, denn seine Firmen brauchten mehr Platz. Sein Plan: Auf dem Grundstück, das zwischen seinem Gebäude und der Eisfabrik liegt, wollte Quermann ein Bürohaus errichten. 100 neue Arbeitsplätze sollten dort in den kommenden Jahren entstehen. Die unter Denkmalschutz stehenden Teile des Gutes Lage wären nach den vorläufigen Entwürfen erhalten geblieben.
Quermanns Architekt richtete im Mai eine Bauvoranfrage an die Stadt. Mit Datum vom 26. Mai kam die Antwort: Das Ensemble von Gut Lage müsse erhalten bleiben, es dürfe dort kein neues Gebäude entstehen, und es werde " definitiv" auch in Zukunft dort kein Neubau erlaubt werden.
Für die Eisfabrik gilt das nicht. Stadtbaurat Wolfgang Griesert sagt, warum: Eine Eisfabrik mit 700 Beschäftigten ist " stärker standortgebunden" als ein Dienstleistungsunternehmen. Ein Bürogebäude könne auch an vielen anderen Stellen in der Stadt gebaut werden. Das gelte für das Kühlhaus nicht, das an die Produktionsstätte gebunden sei. Den Denkmalschutz für Gut Lage dürfe man nur aus " gewichtigen Gründen" aufgeben. Der Bau eines Bürohauses erfülle diese Voraussetzung eher nicht. Die Absage an Quermann habe mit Roncadin nichts zu tun, versicherte Griesert. Als Quermann seinen Entwurf im Mai vorstellte, sei der Bauverwaltung der Kühlhaus-Plan noch nicht bekannt gewesen. Quermann fühlt sich trotzdem schlecht behandelt. " Vertrauen in Politik und Wirtschaftsförderung fördert man so nicht", sagt er. Roncadin will 100 Millionen Euro in Osnabrück investieren, schließt einen Standortwechsel aber nicht aus, wenn das Projekt scheitern sollte. / Bildtext: Burkhard Quermann blickt von seinem Bürohaus auf Gut Lage. Er hätte gern die Fläche bebaut, aber die Stadt sagte im Mai Nein. Für Roncadin (im Hintergrund) gilt das nicht. Foto: Gert Westdörp
Autor:
hin


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