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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Kleiner Beitrag für die Umwelt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Mit großem Interesse aber auch mit Bestürzung habe ich die Leserbriefe zu der in Osnabrück geplanten Umweltzone gelesen. Darüber hinaus sind mir auch Stellungnahmen von verschiedenen Institutionen und Organisationen bekannt. Zu meinem Leidwesen musste ich feststellen, dass überwiegend Argumente angeführt wurden, die gegen die Osnabrücker Umweltzone sprechen. Wie bei vielen Projekten zugunsten einer besseren Umwelt, scheint mir, wird auch hier nach der Devise verfahren: Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass.′
Natürlich ist es richtig, wenn man die Gesamtbilanz der Umweltbelastung betrachtet, dann ist eine Umweltzone in Osnabrück nur ein kleiner Beitrag für die Reduzierung der uns jetzt belastenden Schadstoffe. Aber ich denke, jeder auch noch so kleine Schritt hilft uns weiter. Und wir sollten an die ca. 20 000 Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt denken, die in der Umweltzone wohnen und bei der Einrichtung der Zone bessere gesundheitliche Bedingungen und eine höhere Lebensqualität erhalten nicht zu reden von den vielen Beschäftigten in dieser Region und den Besuchern der Geschäfte und Läden. Übrigens um mit einem weitverbreiteten Irrtum aufzuräumen: Für gesundheitliche Schäden durch die Emissionen von Kraftfahrzeugen ist nicht nur der Feinstaub, der durch Dieselfahrzeuge verursacht wird, verantwortlich, sondern es entstehen auch weitere gesundheitliche Belastungen [. . .], die durch andere Fahrzeuge im Straßenverkehr verursacht werden.
Beispielsweise stoßen Fahrzeuge ohne Partikelfilter 35-mal mehr Feinstaub aus als moderne Fahrzeuge, die mit diesen Filtern ausgerüstet sind. Fahrzeuge mit geregelten Katalysatoren (seit 1993 Pflicht) emittieren 90 Prozent weniger Stickstoffdioxid als Fahrzeuge ohne geregelte Katalysatoren. Es lohnt sich also, ältere Fahrzeuge umzurüsten. Heute werden für fast alle Fahrzeuge, die noch nicht die Voraussetzungen für eine Umweltplakette erfüllen, oder eine bessere Einstufung erreichen wollen, Nachrüstsätze angeboten. Zudem wird der Einbau auch steuerlich gefördert. Meine Erfahrung mit schon existierenden Umweltzonen in anderen Städten zeigt, dass der Zuschnitt der in Osnabrück geplanten Zone viele positive Aspekte beinhaltet. So sind beispielsweise die großen Gewerbegebiete der Stadt, in denen kaum Menschen wohnen, von der Umweltzone nicht betroffen. Damit entstehen in diesen Gebieten auch keine Einschränkungen für den Verkehr von Industrie, Gewerbetreibenden und Handwerksbetrieben. Ich stelle auch fest, dass in der geplanten Umweltzone keine Kfz-Werkstätten liegen, die wie in Hannover geschehen Schwierigkeiten haben, wenn Kunden ohne Feinstaubplakette ihre Werkstatt aufsuchen wollen. [. . .]
Mit Sicherheit werden die Verantwortlichen der Stadt Osnabrück die Erfahrungen, die andere Städte mit ihren Umweltzonen gemacht haben, auswerten und Ungerechtigkeiten nicht erst einführen. [. . .]"
Bildtext: Nur mit Plakette wird künftig das Befahren der Umweltzonen möglich sein. Foto: ddp
Autor:
Horst Böttger


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