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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ein vergängliches Kunstwerk
Zwischenüberschrift:
Ratsgymnasiasten auf dem Friedhof
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Anfang und Ende beides symbolisiert das Kunstwerk, denn es stellt zugleich Taufkleid und Totenhemd dar. Dazu weisen Material und Ort weitere Querbezüge auf. Die Künstlerin Barbara Jamin-Sassmanshausen hat mit Schülern des Ratsgymnasiums ein betont vergängliches Werk auf dem Hasefriedhof geschaffen.
Der Förderkreis Hasefriedhof-Johannisfriedhof war an Barbara Jamin-Sassmanshausen mit der Bitte herangetreten, zum 200-jährigen Bestehen der beiden Friedhöfe ein Kunstwerk zu schaffen. Zu dem Ort, so der Ansatz der Künstlerin, passten Taufkleid und Totenhemd aus Weidenholz ein Material, das besonders schnell verwittert.
Der Eigenbetrieb Grünflächen und Friedhöfe stellte das Holz zur Verfügung, weitere Unterstützung gab es durch die Fachbereiche Kultur sowie Schule und Sport wie auch von der Koordinierungsstelle Schule und Kultur.
Warum ein Kunstwerk auf einem Friedhof, auf dem seit 1996 keine Bestattungen mehr stattfinden? Der Förderkreis möchte die Begräbnisstätten wieder mehr ins Bewusstsein bringen und dazu beitragen, dass die Menschen wieder eine Beziehung zu dem Ort aufbauen, sagt die stellvertretende Vorsitzende Elisabeth Harting.
An der Umsetzung beteiligten sich Schüler vom Ratsgymnasium, die den Leistungskurs Kunst belegt haben mittlerweile Profilkurs genannt. Passend ist zudem, dass sie das für das Abitur relevante Thema " land-art" bearbeiten: Kunstwerke, die nicht im Atelier sondern direkt vor Ort gestaltet werden.
Bei der zweitägigen Zusammenarbeit brachten die Schüler eine Reihe eigener Ideen für die Gestaltung ein. Einer der Gedanken: Das verwitterte Material wird zu Humus, aus dem wiederum Neues entsteht. Daher platzierten die Künstler Kleid beziehungsweise Hemd so, dass am Halsausschnitt eine Kiefer steht. In den kommenden Monaten können Besucher auch die Veränderungen des Kunstwerkes betrachten, etwa wenn das Holz nach einem Regenschauer glänzt.
Da die Arbeit zügig voranschritt, gestalteten die Schüler zudem eine Reihe von weiteren Kunstwerken aus Weidenholz, die nun ebenfalls auf dem Hasefriedhof zu sehen sind.
Weitere Informationen unter www.historische-friedhoefe-osnabrueck.de.
Bildtext: Taufkleid und Totenhemd aus Weidenholz: Schüler des Ratsgymnasiums schufen mit der Künstlerin Barbara Jamin-Sassmanshausen eine Skulptur auf dem Hasefriedhof. Foto: Lewandowski
Autor:
hmd


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