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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ein Feuerwerk für die Sinne
Zwischenüberschrift:
Botanischer Garten rennt mit Angebot für Kindergärten offene Türen ein
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. 13 Kinder gingen auf Entdeckungstour in den Regenwald. Doch bevor es so weit war, bildeten sie vor dem Eingang zu den Tropen eine lange Schlange. Sie wurden mit Hüten ausgestattet. Und dann, die Vorderleute jeweils an den Schultern packend und die Augen geschlossen, bewegte sich die Kinderschlange ins Regenwaldhaus des Botanischen Gartens.
" Boh, das ist ja wie im Dschungel", staunten die Steppkes, als sie die Augen wieder öffnen durften. Sie standen mitten unter großen Pflanzen und schwitzten. Das Thermometer maß 27 Grad. Die Vernebelungsanlage am Dach des Gewächshauses schickte zusätzlich feuchte Luft herab. Die Pflanzen in den tropischen Regenwäldern Südamerikas seien sehr viel Wasser gewohnt. Dort regne es jeden Mittag in Strömen, erklärte Claudia Grabowski-Hüsing. Die Leiterin der Grünen Schule des Botanischen Gartens nahm die Drei- bis Sechsjährigen vom Spiel- und Sportkindergarten jetzt mit auf einen Streifzug in die Regenwälder Brasiliens.
Das ist eine von insgesamt vier Erlebnistouren für Kindergartenkinder, die die Grüne Schule nach einjährigem Probelauf seit kurzem neu im Programm hat. " Die Kinder sind neugierig und offen. Wir haben gemerkt, dass die Kindergärten zu den Lernorten strömen, weil nun schon in diesem frühen Alter mit der Umweltarbeit begonnen wird. Wir möchten mit den Kindern erlebnisorientiert arbeiten und ihre Sinne ansprechen", erklärt Grabowski-Hüsing.
Die Zusammenarbeit mit den Kindergärten sei fruchtbar. " Wir rennen mit unserem Angebot offene Türen ein", betont sie. 2008 werden allein rund 250 Kinder an den Führungen teilnehmen. Tendenz steigend. " Wir haben das Thema Dschungel zwei Monate lang behandelt. Dieser Besuch ist jetzt der krönende Abschluss", berichten die Erzieherinnen Petra Frankenberg und Andrea Slimani vom Kindergarten an der Oberen Martinistraße.
Die Entdeckungsreise ist ein Feuerwerk für die Sinne: Die Kinder berühren die riesengroßen Blätter der Bäume, lauschen dem Konzert der Frösche und probieren die Früchte, die der Dschungel für sie bereithält. " Das schmeckt nicht", meint ein Mädchen, das an einer bitteren Kakaobohne knabbert. Sie erleben den Regenwald hautnah und lernen nebenbei spielerisch. Und sie betätigen sich als Forscher: Die Kleinen entdecken versteckte Federn, hinter denen sich Geschichten über Nahrungsmittel und Baumaterial der Regenwaldbewohner verbergen.
Hoch hinaus zum Licht
" Stellt euch vor: Ihr seid eine kleine Pflanze, die nach oben zum Licht will. Was würdet ihr tun?", fragt die Pädagogin. " Hilfe rufen", meint ein Junge. " Klettern", " oder fliegen", lauten zielgerichtetere Vorschläge. Grabowski-Hüsing veranschaulicht, wie Lianen sich hochwinden und Aufsitzer ihre Samen auf die Bäume bringen. Schließlich steigen sie den Bäumen ins Dach, um deren Größe zu erfahren. " Ich dreh hier bald durch", äußert ein Junge, als er die Wendeltreppe hochstapft. Dann blicken die Kinder aus 20 Meter Höhe auf den Regenwaldboden herab. Fassungslos hören sie von der Expeditionsleiterin, dass die Bäume in der Natur dreimal so hoch werden. / Bildtext: Expedition in den Dschungel: Da gibt es auch exotische Früchte zu entdecken. Foto: Gert Westdörp
Autor:
Heike Dierks


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