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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Zum Schluss streikte die rote Giraffe
Zwischenüberschrift:
Altersschwacher Portaldrehkran im Osnabrücker Hafen verschrottet
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Zwölf Jahre lang war die rote Giraffe das Wahrzeichen des Osnabrücker Hafens. Jetzt ist der altersschwache Portaldrehkran vom Wendebecken verschwunden. Die Stadtwerke haben ihn verschrottet.
" Rote Giraffe" nannten die Arbeiter im Hafen das weithin sichtbare Ungetüm auf Schienen. Der 53 Tonnen schwere Koloss kam 1996 schon als Veteran nach Osnabrück. Je nach Länge des Auslegers konnte er drei bis 15 Tonnen heben.
Angeschafft wurde er, um Sand und Kies für das Betonmischwerk Pioneer aus den Binnenschiffen zu löschen. Das waren immerhin 40 000 bis 60 000 Tonnen pro Jahr, wie sich Gerhard Baumann, Leiter Hafen und Güterverkehr, erinnert. Als der Betrieb vor fünf Jahren dichtmachte, wurde die " Giraffe" noch gebraucht, um Stabstahl zu verladen. Doch auch da gingen die Mengen dramatisch zurück.
Immer häufiger gab es Ärger mit der Elektrik, und als dann auch noch der Drehkranz brach, war das Ende des Drehkrans besiegelt. " Die Betriebskosten waren schon höher als die Erlöse", sagt Baumann. Für eine Reparatur hätten die Stadtwerke einen sechsstelligen Betrag aufwenden müssen.
Die Überraschung kam, als Werner Bergmann vom Hafenbetrieb zum letzten Mal den Hauptschalter des roten Krans betätigte, um ihn in die Abbruchstellung zu drehen. Konsequent verweigerte der Koloss seinen Dienst. Die Zugseile, mit denen noch die Greifer des Krans verladen werden sollten, ließen sich nicht mehr steuern. So musste der gesamte Ausleger zu Boden gesenkt werden, um das Stahlungetüm auseinanderzunehmen.
Mehr als eine Woche dauerte der Abbau des fahrbaren Krans. Geblieben sind nur die Schienen, und über die könnte theoretisch ein neuer Hafenkran rollen. Praktisch wohl eher nicht, wie Gerhard Baumann einräumt. Die Anschaffung eines Nachfolgers stehe nicht zur Diskussion. Wenn gelegentlich schwere Lasten verladen werden müssen, genüge auch ein Mobilkran. Dafür gebe es ja genug Anbieter in Osnabrück.
Der Schwergutumschlagsplatz der Stadtwerke wird jetzt gemeinsam mit der Firma Hellmann für Container und Schwergutverladungen genutzt.
Bildtext: Koloss auf Schienen: Die Stadtwerke haben den 53 Tonnen schweren Kran am Wendebecken des Hafens verschrottet.
Autor:
rll


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