User Online: 1 | Timeout: 06:30Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ein Blick in die Fremde
Zwischenüberschrift:
2. Runde der Skulpturenlandschaft: "Trabanten" am Rubbenbruchsee
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Zwölf kleine Metalltafeln und ein Loch in der Erde bilden die Kunstinstallation " Trabanten", mit der die Skulpturenlandschaft Osnabrück in die zweite Runde geht. Die Dresdner Projektgruppe " Optischer Verkehr" schuf das illustre Ensemble auf einer Wiese am Rubbenbruchsee.
Ein Schildchen, wie wir es aus einem botanischen Garten kennen, auf dem dort der Name und die Herkunft einer exotischen Pflanze vermerkt ist, steht direkt am Rundweg und fragt: " Ist Kommunikation möglich? Wenn ja, warum klappt es bei Ihnen nicht?" Spaziergänger bleiben stehen, lesen die Frage, runzeln die Stirn und begeben sich auf die Wiese, wo weitere elf Tafeln aufgestellt wurden. In der Hoffnung, hier eine Erklärung für die merkwürdige Frage zu bekommen, werden sie nur weiter verwirrt. " Hier entsteht ein Teich", ist noch die einfachste, aber auch albernste Bemerkung. Ansonsten sieht sich der Betrachter mit einer Reihe von Aussagen, Zitaten und Statements konfrontiert, die sich mehr oder weniger auf das Loch beziehen, das im Mittelpunkt der Schilder-Trabanten zu sehen ist. Von einer Definition des Wortes Loch wie aus einem Wörterbuch bis hin zu philosophischen Betrachtungen reicht das Spektrum der Texte, die auf die 1, 50 Meter tiefe und 15 Zentimeter breite Öffnung im Boden verweisen.
Der Osnabrücker Künstlerverein TOP.OS initiierte die Skulpturenlandschaft, die bereits im letzten Jahr mit sehenswerten Objekten und Installationen im Spannungsfeld Kunst, Ökologie und Umwelt überraschte. Zusätzlich zu den existierenden Kunstwerken werden 2008 mehrere neue Exponate rund um den Rubbenbruchsee installiert. Wie jetzt die " Trabanten", die um das Erdloch kreisen. Hiermit setzen die Kuratoren die Tradition fort, dem herkömmlichen Skulpturenbegriff eine neue Vision entgegenzusetzen. Erst auf den dritten Blick sind die Objekte als Kunst identifizierbar. Aber gerade so erfüllen sie den Anspruch moderner Kunst, sich auf eine Auseinandersetzung einzulassen. " Der Fremde Blick" ist das übergeordnete Thema der Skulpturenlandschaft. Die " Trabanten" verändern es zu einem " Blick in die Fremde".
Skulpturenlandschaft Osnabrück: " Trabanten". Installation der Dresdner Projektgruppe " Optischer Verkehr". Am Rubbenbruchsee. / Bildtext: Zwölf Metalltäfelchen beziehen sich auf ein Loch im Rasen. Die Dresdner Projektgruppe " Optischer Verkehr" schuf das Ensemble am Rubbenbruchsee. Foto: Elvira Parton
Autor:
Tom Bullmann


Anfang der Liste Ende der Liste