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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Der Dom braucht neue Steine
Zwischenüberschrift:
Bis November wird die Westfassade großflächig saniert – Hauptportal geschlossen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Gut eine Woche nach dem Katholikentag haben erneut Bauarbeiter den Dom in Beschlag genommen. Sie haben damit begonnen, die Westfassade mit den beiden Türmen komplett einzurüsten, um das Mauerwerk großflächig zu sanieren. Geplante Kosten: 650 000 Euro. Die Arbeiten sollen spätestens zum Weihnachtsmarkt Ende November abgeschlossen sein.
Dombaumeister Nikolaus Demann spricht von einer (im Vergleich zu den Neubauprojekten des Bistums) überschaubaren Maßnahme. Sie sei gleichwohl von großem öffentlichen Interesse, da es sich um die Bischofskirche handele. Es habe bereits Dutzende von Anfragen gegeben, was es mit dem Gerüst auf sich habe. Während der fünfmonatigen Sanierung bleibt das Hauptportal geschlossen. Dombesucher müssen die Seiteneingänge benutzen. An den Gottesdienstzeiten ändert sich nichts.
Am Katholikentag liegt es, dass die Arbeiten jetzt stattfinden. Als im November 2007 das große Transparent mit dem Motto " Du führst uns hinaus ins Weite" am Südwestturm befestigt wurde, wurden zahlreiche Schäden am und im Mauerwerk festgestellt. Bei einer Begutachtung vom Hubsteiger aus entdeckten Experten lose Steine, die auf den Gesimsen lagen. An anderen Stellen schälen sich die Sandsteinquader regelrecht ab. Eisenanker, die beim Wiederaufbau nach dem Krieg ins Mauerwerk eingelassen wurden, rosten so sehr, dass Steinstücke weggesprengt werden. Das alles sind Alarmzeichen, die ein schnelles Handeln erforderlich machen. Anhand einer Fotodokumentation wurde ein umfassendes Sanierungskonzept erarbeitet. Im Kern werden alle Fugen erneuert, altes Eisen beseitigt und desolate Steine ausgewechselt.
Im ersten Schritt wird die Westfassade auf einer Fläche von 2000 Quadratmetern komplett eingerüstet. Das könne bis zu vier Wochen dauern, schätzt Nikolaus Demann. Eine besondere Herausforderung für die Gerüstbauer sind die beiden Türme mit einer Gesimshöhe von 39 und 36, 60 Metern. Da auch sie von außen saniert werden sollen, müssen sie ebenfalls von allen vier Seiten begehbar gemacht werden.
Nächste Woche können dann bereits die Steinmetze ans Werk gehen. Weil die Westfassade besonders der Witterung ausgesetzt ist, musste sie wiederholt saniert werden unter anderem in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Eine Jahreszahl am romanischen Nordwestturm weist weithin sichtbar auf die Renovierung von 1823 hin. Besonders umfangreich waren die Arbeiten vor gut 100 Jahren und nach dem 2. Weltkrieg. Vor 25 Jahren waren Chor, Vierungsturm und Westfassade eingerüstet.
Seit zwölf Jahren ist der Osnabrücker Dom nun schon (fast ununterbrochen) Dauerbaustelle. Der Innenraum wurde bis Ende 2002 aufwendig restauriert. Immer wieder förderten Archäologen dabei wichtige Spuren der Vergangenheit ans Licht. Seit kurzem erstrahlt auch der Kreuzgang in neuem Glanz. Die Nebengebäude wurden für das Forum am Dom und das Diözesanmuseum umgebaut. / Bildtext: Dombaumeister Nikolaus Demann zeigt vor der Fassade, die gestern bereits zum Teil eingerüstet war, Fotos von schadhaften Steinen. Foto: Michael Hehmann
Autor:
jan


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