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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Das geht mir ins Ohr
Zwischenüberschrift:
Nun gut, die Niagarafälle sind das nicht
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Es gibt einen Ort in dieser Stadt, da zieht es mich immer wieder ganz magisch hin: Es ist das Stauwehr der Pernickelmühle am Herrenteichswall.
Wer die Magie dieses Ortes erspüren will, der darf nicht auf dem hölzernen Steg stehen bleiben. Er muss vielmehr einmal um die Mühle herumgehen, dorthin, wo links der Eingang zum Gemeindezentrum der Domgemeinde ist.
Da steht man dann wenige Meter über der Wasserfläche. Und wenn nicht gerade Hochsommer ist und die Hase nur so als ein ganz kleines müdes Rinnsal dahinplätschert, dann ist hier richtig was los: Dann donnert und wummert das Wasser unter den Füßen ins Flussbett hinein, es sprudelt und plätschert und wenn der Wind von der richtigen Seite her weht, kriegt man auch noch ein klein wenig Gischt in die Nase geweht.
Nun gut, die Niagarafälle sind das nicht. Auch anderswo am Rhein bei Schaffhausen oder auf Island gibt es größere Naturschauspiele zu sehen. Aber wenn man die Augen zumacht und sich für einen Moment wegträumt, ist die Geräuschkulisse für Osnabrück schon ganz gut. Bis vor etwa 40 Jahren war die alte Pferdeschwemme an der heutigen Angersbrücke noch offen. Da konnten wir als Jungen in die Hase steigen und bis zu dem Stauwehr der Mühle waten. Das war unser Abenteuerspielplatz, zu einer Zeit, als die ganze Abenteuerspielplatz-Pädagogik noch gar nicht erfunden war.
Und etwas vom Donnern der gebändigten Wasserkraft blieb bis heute im Ohr. Wie auch die Erkenntnis, dass Städte immer an großen oder kleinen Flüssen gegründet wurden: Weil die Menschen das strömende Wasser brauchten als Verkehrsweg, als Energiequelle und sehr prosaisch als Abwasserkanal.
Autor:
Frank Henrichvark


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