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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Preisschock: Die Heizöltanks sind leer
Zwischenüberschrift:
Viele Osnabrücker bevorraten den Brennstoff nicht mehr für den Winter
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die privaten Heizöltanks in Osnabrück sind so leer wie nie. Schuld ist der hohe Heizölpreis. Für eine 3000-Liter-Lieferung müssen Eigenheim-Besitzer mit fast 3000 Euro rechnen. Noch vor ein paar Jahren wurden im Sommer die Heizöltanks für den Winter gefüllt. Das ist jetzt vorbei.

" Alle warten auf sinkende Preise", sagt Hendrik Fip, Geschäftsführer des gleichnamigen Osnabrücker Mineraölhandels. Ob Heizöl aber in diesem Jahr noch mal billiger wird, wagt Fip nicht vorherzusagen. " Das wäre reine Spekulation." Sicher ist für ihn: " Die Zeiten der günstigen Preise für Kraft- und Heizstoffe sind auf absehbare Zeit vorbei." Noch vor wenigen Jahren wurden die in der Regel günstigeren Heizölpreise im Sommer genutzt, um die Tanks für die kalte Jahreszeit aufzufüllen.
Die Preisentwicklung beim Heizöl ist noch extremer als beim Benzin: Kostete vor einem Jahr der Liter Heizöl noch 58 Cent, stehen jetzt bei der gleichen Lieferung bis zu 95 Cent auf der Rechnung. Das hat auch in der Hasestadt Konsequenzen. " Die Leute kaufen nur noch so viel Heizöl wie unbedingt nötig." Die meisten bestellen nur noch 1000 bis 2000 Liter, so Fip.
Viele kaufen nur noch, was sie wirklich brauchen, bestätigt Brigitte Tinnefeld vom Mineralölhandel Erich Kühl. Schon im vergangenen Winter hätten manche Osnabrücker wegen der hohen Heizungskosten nur noch ein Zimmer beheizt. Wann die Heizölpreise wieder sinken, will auch Brigitte Tinnefeld nicht sagen. Ihr privater Heizölvorrat reiche noch bis Ende des Jahres: " Ich lasse es darauf ankommen." Vorratskäufe werde sie in den Sommermonaten jedenfalls nicht machen.
Ähnlich sieht es auch Hendrik Fip: Früher habe er seinen Kunden geraten, Heizöl zu bevorraten, um dann in Ruhe eine Tiefpreisphase für den nächsten Einkauf abwarten zu können. " Diese Empfehlung geben wir nicht mehr."
Seit fast einem halben Jahrhundert handelt der Osnabrücker Unternehmer Werner Dierker mit Heizöl: Aber noch nie sei der Brennstoff teurer gewesen. Das zeige auch die Kaufzurückhaltung. Den Ärger seiner Kunden bekommt Dierker zu spüren: " Von manchen werden wir sogar beschimpft." Obwohl die Heizölhändler unter der Hochpreis-Phase genauso leiden wie ihre Kunden: Der Umsatz ist groß, als Gewinn bleibt kaum was übrig. Das Geld wird an den Bohrlöchern verdient."
Bildtext: Steile Kurve: Der Heizölpreis ist innerhalb eines Jahres von 58 Cent auf fast 95 Cent gestiegen. Deshalb kaufen viele Osnabrücker nur noch so viel wie unbedingt nötig, weiß der Heizöl-Händler Hendrik Fip. Foto: Klaus Lindemann
Autor:
prin


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