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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Bußgeld, weil ein Schild fehlt
 
Rauchfrei: Dem Lob folgt ein Bußgeld
Zwischenüberschrift:
Gastronom fühlt sich schikaniert
Artikel:
Kleinbild
 
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. 173, 50 Euro soll Hans-Udo Agarius zahlen, weil er es versäumt hat, am Eingang seines Osnabrücker Pizzahauses auf das Rauchverbot im Innern hinzuweisen. Dabei war das Lokal schon rauchfrei, als in fast allen anderen Gaststätten noch gepafft wurde. Und ausgerechnet die Stadt hat dem Pizzahaus als erstem Lokal das Gütesiegel " familienfreundliches Restaurant" verliehen.
Es nützt Hans-Udo Agarius nicht, dass überall in seinem Lokal an gut sichtbaren Stellen Aufkleber mit der durchgestrichenen Zigarette prangen. Die Dame vom OS-Team, die das Lokal kürzlich inspizierte, kannte kein Pardon und konstatierte eine Ordnungswidrigkeit, weil ein Hinweisschild im Eingangsbereich fehlt. Nach Angaben des Inhabers sogar ohne Vorwarnung. Jetzt ist der Bußgeldbescheid vom Fachbereich Bürger und Ordnung bei ihm angekommen.
150 Euro Geldbuße und 23, 50 Euro " Gebühren und Auslagen" das findet Agarius " völlig überzogen, ohne jedes Augenmaß". Der Gastronom, der sich als Vorreiter für rauchfreie Restaurants sieht, fühlt sich von der Stadt schikaniert. Erst bekam er das Zuckerbrot, als das Familienbündnis sein Pizzahaus im Dezember 2006 als " familienfreundlich" einstufte, jetzt die Peitsche mit dem Bußgeldbescheid.
Dabei gehöre beides zusammen, vermerkt Agarius, denn Kinderfreundlichkeit könne es nur ohne blauen Dunst geben. Und deshalb hat er sein Lokal schon am 1. Februar 2007 zur rauchfreien Zone erklärt ein halbes Jahr vor dem landesweiten Rauchverbot inöffentlichen Räumen.
Das alles war für den Fachbereich Bürger und Ordnung kein Kriterium, als es um das Bußgeld ging. " Die Kollegen vom OS-Team können sich nur so verhalten, wie es das Gesetz von ihnen verlangt", meinte gestern Sven Jürgensen, der Pressesprecher der Stadt Osnabrück. Er versuchte aber zugleich, die Wogen zu glätten.
Nach seinem Kenntnisstand sei der Inhaber zunächst darauf hingewiesen worden, dass ein entsprechendes Schild angebracht werden müsse. Nur weil er darauf nicht reagiert habe, sei ihm der Bußgeldbescheid zugestellt worden. Und gegen den sei ja immerhin noch ein Widerspruch möglich.
Jürgensen äußerte gestern seine Hoffnung, dass die Beteiligten das Problem mit einem vernünftigen Gespräch aus der Welt schaffen. Die Stadt freue sich über jedes kinderfreundliche Restaurant. Sinnvolle Initiativen dürften doch nicht daran scheitern, " dass ein Schild nicht akkurat aufgehängt ist".

Bildunterschrift:

Zuckerbrot und Peitsche: Zuerst bekam Hans-Udo Agarius die Urkunde für sein familienfreundliches Restaurant und jetzt den Bußgeldbescheid.

Foto: Jörn Martens

Osnabrück. Rauchfrei war das Osnabrücker Pizzahaus schon Monate vor dem generellen Rauchverbot in Gaststätten. Als erstes Lokal in der Stadt hat es als familienfreundliches Restaurant″ eine Urkunde erhalten. Das hinderte die Stadt Osnabrück jetzt nicht daran, den Inhaber Hans-Udo Agarius wegen einer Ordnungswidrigkeit zur Kasse zur bitten: Mehr als 170 Euro soll Agarius zahlen, weil er am Eingang kein Schild mit einer durchgestrichenen Zigarette angebracht hatte. Dabei hängen im Innern Hinweise darauf, dass blauer Dunst im Pizzahaus nicht erlaubt ist. Der Gastronom sieht sich schikaniert und hält den Bußgeldbescheid für völlig überzogen″. Ein Sprecher der Stadt äußerte die Hoffnung, dass die Beteiligten das Problem in einem klärenden Gespräch aus der Welt schaffen.
Autor:
rll


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