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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Osnabrück/Zoo: Richtfest für "Unterirdischen Zoo" in Osnabrück
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Der vom Osnabrücker Zoo geplante "Unterirdische Zoo" nimmt immer konkretere Formen an
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Originaltext:
Osnabrück/ Zoo: Richtfest für " Unterirdischen Zoo" in Osnabrück

Der vom Osnabrücker Zoo geplante " Unterirdische Zoo" nimmt immer konkretere Formen an.

Die aufgrund der guten Witterungsbedingungen zahlreichen Zoobesucher konnten in den letzten Wochen und Monaten deutliche Baufortschritte erkennen. Der Rohhau ist mittlerweile fertig gestellt, und der Eingangsbereich nimmt auch schon gestalterisch erste Konturen an.

So war für alle am Projekt Beteiligten der Zeitpunkt für ein offizielles Richtfest gekommen, zu dem Zoopräsident Reinhard Coppenrath u. a. neben dem Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, Dr. Fritz Brickwedde, auch den Vorstand der Allianz Umwcltstif-tung, Dr. Lutz Spandau sowie den Geschäftsführer der Niedersachsischen Lottostiftung, Frank Seidel, begrüßen konnte.

Der " Unterirdische Zoo" wird den Osnabrücker Zoo und das benachbarte Naturkundemuseum, das mit der Dauerausstellung " unter.welten" bereits das Thema Boden besetzt, baulich miteinander verbinden.

Der in Art und Große weltweit einmalige " Unterirdische Zoo" präsentiert in einem für die Besucher hoch attraktiv gestalteten, labyrinthartigem Höhlensystem, interessante Tierarten, wie z. B. Präriehunde, Feldmäuse, Graumulle, Nacktmulle, Feldhamster und voraussichtlich Maulwürfe.

Auch geeignete Insektenarten wie Erdhummeln und Maulwurfsgrillen finden im Unterirdischen Zoo ihr Zuhause. Dem Besucher werden dabei Einblicke in die Höhlen, Gangsysteme und Nester der Höhlenbewohner geboten.

" Der Gang durch den " Unterirdischen Zoo" soll den Besucher in eine einzigartige Erlebniswelt eintauchen lassen und ihm das Gefühl vermitteln, sich mit den Tieren in der Erde zu befinden" betonte Zoo-Geschäftsführer Andreas Busemann. " Mittendrin - statt nur dabei" laute das gestalterische Motto! Ziel sei es, eine in der Zoowelt einmalige Erlebniswclt zu kreieren, die insbesondere die überregionale Anziehung des Zoos stärken werde und eine optimale Vorlage für das Marketing des Zoos sei.

Der Gang durch den " Unterirdische Zoo" wird dabei wie mit einem Drehbuch inszeniert. So stoßen die Besucher im Herzen der unterirdischen Anlage auf ein altes, unterirdisches Kanalsystem. In den für die Besucher begehbaren Kanälen werden - nur durch große Sichtscheiben getrennt - Wanderratten präsentiert.

Insbesondere die Experten des benachbarten Museums für Natur und Umwelt am Scholerberg, runden durch eine Reihe von multimedialen Inszenierungen den spannenden - aber auch informativen - Gang durch die Unterwelt ab!

So arbeitete man laut Coppenrath und Busemann zurzeit an einer " Interaktiven Maulwurfs-Pecpshow". In einer abgedunkelten Zone werden u. a. drei Videoboxen in unterschiedlicher Hohe - für kleine und große Abenteurer - installiert, auf denen u. a. faszinierende Filme zum Maulwurf präsentiert werden. Die Geschwindigkeit, mit der sich der Maulwurf durch das Erdreich wühlt, wird dabei über ein Laufband selbst von den Besuchern gesteuert.

Sozial- und Kultusdezernent Reinhard Sliwka, der sich bereits in der Vergangenheit stark für den " Unterirdischen Zoo" eingesetzt hatte, zeigte sich begeistert vom derzeitigen Entwicklungsstand und verwies auf die Überregionale Strahlkraft des Zoos, die durch den " Unterirdischen Zoo", aber auch durch die Verbindung mit dem Naturkundemuseum weiter profiliert werde.

" Die inhaltlich sinnvolle, bauliche Verbindung zwischen einem Zoo und einem Naturkundemuseum ist bundesweit einmalig und bietet für beide Einrichtungen interessante Ent-wicklungsperspektiven".

Dies gelte nicht nur für die fast 800 000 jährlichen Tagesbesucher beider Einrichtungen, sondern auch für die Tagungs- und Kongressgäste der Stadt Osnabrück, da zeitgleich mit dem " Unterirdische Zoo" unmittelbar angrenzend Konferenzräume für bis zu 250 Personen entstünden.

Die Finanzierung des 1.2 Millionen Euro teureren " Unterirdischen Zoos" konnte nur durch das starke finanzielle Engagement der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (542.000 Euro), der Allianz Umweltstittung (175.000 Euro) sowie der Niedersächsischen Lottostiftung (100.000 Euro) sichergestellt werden.

Alle Stiftungen waren schon zu einem sehr frühen Planungszeitraum begeistert von der Idee und hatten dem Zoo eine finanzielle Förderung in Aussicht gestellt und die Umsetzplanung wesentlich beschleunigt.

Für Dr. Fritz Brickwedde, den Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt kommt dem " Unterirdischen Zoo" bei der Vermittlung komplexer Bodenthemen eine besondere Bedeutung zu. " Der Besucher wird auf spannende Art und Weise an Bodentiere sowie an die Bodenökologie herangeführt und für das Thema Boden und Bodenschutz sensibilisiert.

Einzigartig ist dabei nicht nur die vorgesehene räumliche Verbindung von Zoo und Museum für Umwelt und Natur, sondern insbesondere auch die inhaltliche Verknüpfung über das gemeinsame Thema Boden.

Vor dem Hintergrund des überdurchschnittlich hohen Besucheraufkommens von Zoo und Museum bieten der Erlebnisbereich und die Umweltausstellung die einmalige Chance, eine große Zahl von Familien, Kindern und vor allem Schulklassen mit dem Thema in Berührung zu bringen.

In seiner Große und seiner Art ist der " Unterirdische Zoo" nicht nur bundesweit, sondern auch international gesehen einmalig und stellt eine große Bereicherung für die Stadt Osnabrück dar!" Für den Vorstand der Allianz Umweltstiftung, Dr. Lutz Spandau, ist insbesondere die Art der Informationsvrrmittlung wichtig.

" Wer Wissen vermitteln, Zusammenhänge verdeutlichen und die Vorgänge in der Natur verstandlich erklären will, braucht mehr als Tafel und Kreide. Um andere überzeugen und begeistern zu können, ist zeitgemäßer und unterhaltsamer Wissenstransport gefragt.

Der " Unterirdische Zoo" in Osnabrück wird neue Maßstäbe


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