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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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aus Zeitung:
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Überschrift:
"Echter" Ökostrom durch Wasserkraft
Zwischenüberschrift:
Stadtwerke fördern Stromerzeugung an der Nackten Mühle
Artikel:
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Originaltext:
" Echter" Ökostrom durch Wasserkraft

Stadtwerke fördern Stromerzeugung an der Nackten Mühle.

Der Verein für Jugendhilfe e.V. wird zum regenerativen Stromerzeuger. Künftig wird am Technisch-ökologischcn Lernort Nackte Mühle im Stadtteil Haste Strom allein durch die Wasserkraft der Nette erzeugt. Die Stadtwerke Osnabrück fordern die umweltschonende Anlage aus den Mitteln ihres Ökostromprogramms.

" Dieses Projekt ist ein Meilenstein und wertet unser bisher schon sehr gutes Umweltbildungsangebot am Lernort weiter auf, freut sich Urthe Bohnert, Geschäftsführerin des Vereins für Jugendhilfe e.V., bei der offiziellen Inbetriebnahme. Die Anlage an der Nackten Mühle soll nicht nur " echten" Ökostrom ins Osnabrücker Netz einspeisen, sondern vor allem dazu dienen, Schulklassen und interessierten Besuchern eine umweltschonende Stromerzeugung anschaulich zu erläutern. " Mit dieser Anlage können wir gerade Kindern und Jugendlichen am praktischen Beispiel Wasserkraft die Möglichkeiten zur Nutzung regenerativer Energien näher bringen", erläutert Urthe Bohnert weiter. Verschiedene Vorträge, Führungen und Mitmachaktionen werden das Angebot des Lernorts Nackte Mühle abrunden.

In dieser Woche startete der Betrieb des Ökostrornaggregats an der Nackten Mühle.

Wasser marsch: Das Mühlrad der Nackten Mühle erzeugt ab sofort echten Ökostrom. Fotos: privat

Die Funktionsweise der Anlage ist einzigartig: Das Wasser der Nette wird auf die ökologisch bedeutsame Mühlenumflut und das Wasserrad verteilt. Unterschreitet der Wasserstand einen bestimmten Pegel, fließt das Niedrigwasser ausschließlich in die Umflut, damit diese nicht trocken fällt. Das hat zur Folge, dass in wasserarmen Zeiten das Mühlenrad stillsteht, kein Strom produziert wird und die Natur somit Vorrang hat. " Es geht also nicht darum, möglichst viel Strom zu erzeugen, sondern das optimale Zusammenspiel von Denkmal-, Natur- und Hochwasserschutz mit umweltfreundlicher Stromerzeugung zu verdeutlichen", beschreibt Urthe Bohnert die Funktionsweise.

Finanziell gefördert wurde die Anlage aus den Mitteln des Ökostromangebotes der Stadtwerke Osnabrück. Die gesammelten Ökostromaufschlage verdoppeln die Stadrwerke am Ende jedes Jahres und investieren sie in neue umweltschonende Anlagen in Osnabrück. Durchschnittlich 24 Millionen Kilowattstunden speisen die Stadtwerke jedes Jahr an alternativ erzeugtem Strom in ihr Leitungsnetz ein. Rein rechnerisch entspricht dies einem Verbrauch von ca. 6500 Osnabrücker Haushalten und einer CO2-Reduzierung von 11000 Tonnen pro Jahr. " Das reicht uns aber noch nicht: Das Projekt . Nackte Mühle' ist ein weiterer zukunftsweisender Schritt, um den Anteil ökologisch erzeugten Stroms in Osnabrück weiter zu steigern", erklärt der Stadtwerke-Vorstandsvorsitzende Manfred Hülsmann abschließend.


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