User Online: 1 | Timeout: 18:47Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Die Wärme im Dom kommt aus dem Boden
Zwischenüberschrift:
Beitrag zum Klimaschutz mit Hilfe der Umweltstiftung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Die Wärme im Dom kommt aus dem Boden

Beitrag zum Klimaschutz mit Hilfe der Umweltstiftung

Osnabrück (eb) - Jetzt wird der Dom auch mit Erdwärme geheizt. Die neue Anlage hat Modellcharakter. Sie wurde gestern in Betrieb genommen.

Im Zuge der Umbauarbeiten für das " Forum am Dom", der Neugestaltung des Diözesan-museums und den Bau eines Probenraumes für den Domchor wurde das Erdwärme-Projekt mit 125000 Euro von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) unterstützt.

" Weil die frühere Domheizung technisch völlig veraltet war und unser Bauprojekt uns neue Chancen eröffnete, möchten wir mit der neuen Heizanlage einen Beitrag zum Klimaschutz und damit zur Bewahrung der Schöpfung leisten", erklärte Bauherr Domdechant Heinrich Plack.

Das Projekt bezieht neben dem Dom das " Forum am Dom", das Diözesanmuseum, das Seelsorgeamt, die Chorräume und das Medienhaus des Bistums ein. Aus den unterschiedlichen Gebäudenutzungen und anhand der gebäudespezifischen Merkmale wurde ein abgestimmtes gemeinsames System zur Kälte-und Wärmeversorgung entwickelt, das Energie sparen und Klimabelastungen vermeiden soll.

Der Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, Fritz Brickwedde (I.), und Domdechant Heinrich Plock starteten mit einem Knopfdruck die neue Erdwärmeheizung für den Dom und die angrenzenden Gebäude. PR-Foto

Die Wärme- und Kälteversorgung sei, so Plock, gekennzeichnet durch ein ausgeklügeltes Management: Zwischen 15 und 20 % des Jahreswärmebedarfs sollen aus den 20 Erdsonden gewonnen werden, die 50 m tief in den Boden gebohrt wurden. Dor rostlichp Bedarf wird aus L..IS gedeckt. Während das bis 12 Grad warme Wasser im Erdreich im Winter zum Heizen genutzt wird, dient es im Sommer zur Kühlung: Die dem Gebäude entzogene Wärme geht über die Erdsonden in das Erdreich zurück und wird dort " gespeichert".

Das Energiekonzept wurde mit finanzieller Hilfe der DBU vom Planungsbüro Rohling (pbr) aus Osnabrück erarbeitet. Es kombiniert sogenannte Gasabsorptionswärmepumpen und Erdwärme zu einer ökologisch nachhaltigen und langfristig wirtschaftlichen Anlage.

Das Energiekonzept am Domforum wurde unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Nutzungsanfor-derungen der unterschiedlichen Gebäude optimiert: Am Wochenende wird vorwiegend der Dom beheizt, werktags sind es die Verwaltungsräume des Seelsorgeamtes.

Das übergreifende Energiekonzept ist nach den Worten von DBU-Generalsekretär Fritz Brickwedde vorbildlich für Deutschland. An anderen Standorten mangele es nämlich an übergreifenden Konzepten. Kirchliche Liegenschaften, häufig von besonders hohem kulturellen Wert, bestünden aus mehreren einzelnen Gebäuden oder Gebäudeteilen mit oft unterschiedlicher Nutzung. Aufgrund ihrer gewachsenen Strukturen existiere ein übergreifendes Energiekonzept in der Regel aber nicht.


Anfang der Liste Ende der Liste