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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Für diesen Winter reichte eine Prise
Zwischenüberschrift:
Schon zum zweiten Mal nacheinander nur 300 Tonnen Streusalz verbraucht
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Für die Autofahrer geht die Zeit der Winterreifen zu Ende, für die Stadt die Zeit der Streudienste. 300 Tonnen Salz haben die Streufahrzeuge im abgelaufenen Winter auf den Straßen von Osnabrück verteilt. Das ist, gemessen am Durchschnitt der vergangenen Jahrzehnte, nur eine Prise. Aber genauso wenig wie im Jahr zuvor.
Die Salzhalle an der Hafenringstraße ist noch zu einem guten Viertel gefüllt. Mit dem Material könnten die Salzstreuer die ganze Stadt mehrfach einpudern, falls es sich der Winter noch einmal überlegen sollte. Jetzt werden die Salz- und Granulatberge wohl den nächsten Sommer überleben.
Von einem " angenehmen Winter" spricht Jürgen Schmidt, der Leiter des Fachdienstes Straßenbau der Stadt Osnabrück. Es sei nicht nur wenig Streusalz verbraucht worden, auch die Einsatzzeiten der Mitarbeiter hätten sich in Grenzen gehalten. Hinzu komme noch, dass der milde Winter die Straßen vor Frostschäden bewahrt habe.
Silke Menkhaus vom Abfallwirtschaftsbetrieb rechnet vor, dass der städtische Streudienst zehnmal zum " Volleinsatz" ausrücken musste. Damit meint sie Kälteeinbrüche, bei denen alle acht Fahrzeuge auf die Piste geschickt wurden. Manchmal auch nur vorsorglich, weil die Meteorologen Glatteis angekündigt hatten. Aber auch beim morgendlichen Eisregen am 23. Dezember, als die Polizei die meisten Glatteisunfälle zählte. An diesem Tag waren zudem alle Handkolonnen unterwegs, um städtische Gehwege vom Eis zu befreien. Übrigens nicht mit Salz, sondern mit Granulat, wie Silke Menkhaus betont.
Auffallend ist, dass Osnabrück zwei Winter nacheinander erlebt hat, die gar nicht als kalte Jahreszeit empfunden wurden. Ob das nun am Klimawandel liegt oder nicht der städtische Winterdienst kann sich nicht darauf verlassen, dass der nächste Winter ebenfalls ein Reinfall wird.

Bildunterschrift:

Es ist noch reichlich da: Silke Menkhaus vom Abfallwirtschaftsbetrieb in der Salzhalle.

Foto: Egmont Seiler

Auftauen mit Streusalz

Dieses Experiment könnt ihr in der Küche ausprobieren: Ihr nehmt zwei Eiswürfel aus dem Gefrierfach. Der eine wird mit etwas Salz bestreut, der andere nicht. Welcher Eiswürfel taut wohl schneller? Ganz eindeutig der mit dem Salz. Aber warum?
Gewöhnliches Wasser gefriert bei 0 Grad Celsius, Salzwasser bleibt auch bei tieferen Temperaturen noch flüssig.
Wenn man Salz auf Eis oder Schnee streut, löst sich das Eis auf, es bildet sich eine Salzlösung. Aber nur bis minus 21 Grad , bei tieferen Temperaturen friert sogar Salzwasser ein.
Streusalz funktioniert zwar gut, aber es fließt ins Grundwasser und schadet den Bäumen. Deshalb ist es auf Gehwegen verboten.
Autor:
rll


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