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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wölfe lernen eben schnell
Zwischenüberschrift:
Roy der Ausbrecherkönig: "Er weiß jetzt, wie es geht"
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Was geschieht jetzt mit dem Ausbrecher-Wolf Roy? " Er weiß nun, wie es geht", auf diese einfache Formel brachte Zoo-Mitarbeiterin Ute Magiera gestern das Problem, " entweder wir müssen ihn abgeben oder das Gehege ändern."
Einen Tag nach seiner erneuten Flucht aus dem Zoo machte Roy wieder den Eindruck eines Unschuldslammes. Der vierjährige Rüde ist zumindest übergangsweise in einem Gehege mit höherer Sicherheitsstufe zwischen den Tigern und Jaguaren einquartiert worden. Da lag er nun in einer geschützten Ecke und genoss die Frühlingssonne, als könne er kein Wässerchen trüben.
Aber wer weiß schon, was in einem Wolf vorgeht, der zumindest für kurze Zeit auf den Geschmack von Freiheit und Abenteuer gekommen ist? Roy (der Name kommt aus dem Keltischen und bedeutet eigentlich " der Rothaarige", wurde dann aber auch zum Synonym für " königlich", weil Rot die Farbe der Könige ist) habe am Montag mit mehreren Sprüngen den Elektrozaun oberhalb des Wolfsgeheges abgerissen und sei dann hinter dem Samburu-Areal über den zwei Meter hohen Umfassungszaun des Zoos gesetzt, berichtete Ute Magiera weiter: " Wahrscheinlich wollte er nach den Erfahrungen von vor vier Wochen sein Revier erweitern." Damals wurde Roy nach einem Tag und einer Nacht in Freiheit von einem professionellen Tierfänger gestellt.
Roy ist fast vier Jahre alt und stammt aus dem Tierpark in Gotha. Als der Zoo Osnabrück sein Wolfsrudel mit damals sieben Jungtieren aufbaute, wurde Roy sehr schnell zum Alphatier. Das einzige Weibchen, die Mutter des vor einem Jahr beim Sturm " Kyrill" geflohenen " Welpi", ist zwischenzeitlich verstorben. Das Wolfsrudel ist also ein reiner Junggesellenclub, in dem es aber abgesehen von gelegentlichen Rangeleien mit dem halbwüchsigen " Welpi" recht friedlich zugehe, so Diplombiologin Ute Magiera.
Ausbrecherkönig Roy soll nun in seinem Ausweichquartier erst einmal zur Ruhe kommen. Derweil werde überlegt, wie das Wolfsgehege ausbruchsicher gemacht werden könne. " So geht es jedenfalls nicht weiter", sagte die Zoo-Mitarbeiterin. " Roy weiß, ja nun wie es geht. Wölfe lernen schnell."

Bildunterschrift:

Träumt er jetzt von Freiheit und Abenteuer? Nach seinem erneuten Ausflug hat der Wolf Roy im Zoo vorübergehend ein Gehege im Raubtier-Bereich des Zoos bezogen.

Foto: Gert Westdörp
Autor:
fhv


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