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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Entsetzen über Zerstörungswut
Zwischenüberschrift:
Nach dem Großreinemachen kamen Randalierer
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Michaele Fischer zeigt fassungslos auf die verschmierten Wände. Einen Tag nach dem Großreinemachen an der Heinrich-Schüren-Schule haben Randalierer vieles zunichte gemacht, was Eltern und Lehrer in einer Gemeinschaftsaktion fein hergerichtet hatten.
" Es darf einfach nicht wahr sein", klagte gestern die Vorsitzende des Fördervereins der Grundschule an der Sedanstraße. Am Samstag hatten viele Eltern freiwillig beim Frühjahrsputz auf dem Schulhof zugepackt, die Beete gesäubert, ein sogenanntes Insektenhotel aus Holz, Stein und Tonrohren gebaut. " Die Eltern arbeiteten sich einen krummen Rücken", sagt Michaele Fischer. Und dann am Sonntagmorgen die schlimme Bescherung: verschmierte Türen, Spielgeräte mit Farbe besprüht, die Wände der Schule und Turnhalle beschmiert, das Insektenhotel zerstört.
In der Nacht zum gestrigen Sonntag haben unbekannte Randalierer die Arbeit der Eltern mit Füßen getreten. Der Frust sitze tief bei den Eltern, sagt Michaele Fischer: " Egal, was geplant wird, wir müssen immer damit rechnen, dass es bald wieder kaputt gemacht wird."
Das Problem mit dem Vandalismus ist nicht neu. Schulleiter Joachim Leimbrock schickte noch gestern Mittag per Fax einen Brief an den Polizeipräsidenten Rolf Sprinkmann. Er beklagt sich, dass die Polizei trotz seiner Bitten die Überwachung habe schleifen lassen. Leimbrock erinnert in dem Schreiben an die früheren erfolgreichen Maßnahmen der Polizei in Zusammenarbeit mit der Stadt und der Schule. Die Personalien " unerwünschter Besucher" wurden von der Polizei festgestellt und an die Stadt weitergeleitet. Die Stadt sprach daraufhin Hausverbote gegen die Personen aus. Wurden sie wieder an der Schule angetroffen, hatte die Polizei eine Handhabe. " Das hatte sich in der Szene herumgesprochen und Wirkung gezeigt", schreibt Leimbrock.
In letzter Zeit nahmen die Beschädigungen aber wieder zu, wie der Schulleiter berichtet: " Zerschlagene Glasflaschen, Müll, herausgerissenes Pflaster, Schmierereien, zerstörte Spielgeräte waren wieder an der Tagesordnung." Leimbrock bat die Polizei, den Schulhof abends und nachts verstärkt im Blick zu behalten. Aber seit Herbst letzten Jahres habe es keine Personenfeststellungen mehr gegeben, was der Schulleiter deutlich kritisiert. " Mit dem Streifenwagen vorzufahren reicht nicht", schreibt er an Polizeichef Sprinkmann.
Gerade die Grundschulzeit sei eine Zeit, in der die Kinder geprägt würden, schreibt Leimbrock. Und weiter: " Sollen sie lernen, dass Vandalismus zur Tagesordnung gehört? Dass es normal ist, um zerschlagene Wodkaflaschen herumzulaufen? Dass Dinge, die vom Schulträger oder von der Schule angeschafft werden, einfach zerstört werden und dass Wände besprüht werden dürfen, ohne dass dafür jemand zur Rechenschaft gezogen wird?" Die Schule werde in ihrem Bemühen nicht nachlassen, den Kindern eine " heile Schulumgebung zu bieten", und dazu benötige sie unbedingt die Hilfe der Polizei.

Bildunterschriften:

1-Fassungslos steht Michaele Fischer, Vorsitzende des Fördervereins der Heinrich-Schüren-Schule, vor einer beschmierten Wand. Erst am Vortag hatten die Eltern Schule und Schulhof sauber gemacht. Fotos: Hermann Pentermann (4)/ privat

2-Türen bemalt, Fenster zerschlagen: In der Nacht zum Sonntag waren an der Heinrich-Schüren-Schule Randalierer am Werk.

3-Samstag: Eltern bauen ein Insektenhotel.

4-Sonntag: Michaele Fischer schaut sich den Schaden an.
Autor:
hin


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