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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Soll Overbergschule umziehen?
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Originaltext:
Zur Debatte um die Zukunft der Overbergschule (Ausgabe vom 6. und 11. März) erreichten uns mehrere Leserzuschriften.
" Die Absichten unserer Politiker, die Overbergschule zu verlagern, kann ich nicht nachvollziehen. Die schulische Qualität der Overbergschule würde bei einem Umzug in die Teutoburger Schule stark beschnitten, da große Teile des Schulprogramms dort nicht umgesetzt werden könnten. Da hat über Jahre ein engagiertes Kollegium in Zusammenarbeit mit den Eltern und der Gemeinde ein geschärftes katholisches Profil entwickelt, da werden Gottesdienste und andere Feiern in der Aula durchgeführt, da hat es eine Schule geschafft, die Kirche in die Schule zu holen, und nun soll mit einem Umzug in das alte Gebäude der Teutoburger Schule ohne Aula diese Arbeit zunichte gemacht werden?
Die Overbergschule ist eine Angebotsschule, die ihre Schüler nicht wie andere Grundschulen nach Einzugsgebiet zugewiesen bekommt. Sie muss daher besonders mit Qualität und ihrem katholischen Bekenntnisprofil überzeugen und bereichert so mit ihrem Angebot unsere Schullandschaft. Darüber hinaus wird die Overbergschule aufgrund ihres modernen pädagogischen Konzeptes gut von der Bevölkerung angenommen, was die Schülerzahlen belegen.
Ich frage mich, ob hier nicht eine Bekenntnisschule bewusst geschwächt und weniger attraktiv gemacht werden soll, damit auch sie, auf Zukunft gesehen, das gleiche Schicksal ereilt, wie es auch mehreren anderen Bekenntnisschulen der Stadt Osnabrück zuteil wurde: sie zu schließen.
Diese beabsichtigten politischen Weichenstellungen können nicht richtig sein, um unseren Kindern ein optimales und vielfältiges Schulangebot zu bieten."

" Ich war über 10 Jahre im Vorstand des Stadtelternrates und weiß, wie Eltern instrumentalisiert werden können, um Forderungen für ihre Schule zu artikulieren. Ich lese aus den Leserbriefen der Eltern zur Overbergschule, dass sie trotz des sanierungsbedürftigen Schulgebäudes ohne Turnhalle an diesem Standort bleiben wollen.
In den Argumenten wird die Teutoburger Schule derart schlecht dargestellt, dass ich mich mit allen Eltern der letzten hundert Jahre schämen müsste, dass wir unsere Kinder in so eine Schule geschickt haben. Nach dieser Argumentation sollte die Stadt sofort einige mehrgeschossige Schulen schließen.
Als meine drei Kinder die Teutoburger Schule besuchten, wurden auch auf Elterninitiativen Spielgeräte auf dem Schulhof installiert. In dem riesigen Schulgarten hatten die Klassen eigene Beete und einen Klassenraum im Grünen, alles von Eltern eingerichtet.
In der Turnhalle fand im vorschulischen Bereich am Nachmittag Eltern-Kind-Turnen statt. In heißen Sommern hatten unsere Kinder wegen derdicken Wände eine kühle Schule, und im Winter kühlten die Räume deshalb nicht so schnell aus. Durch die hohen Räume war immer ausreichend Sauerstoff als lebenswichtiges Element im Klassenraum. Ursprünglich war die Berufsschule noch Gast in dem Gebäude. Wir Eltern hatten erreicht, dass diese umzog. So konnte ein großer Doppelraum für schulische Aktivitäten genutzt werden.
Für große Feiern mit Elternbeteiligung eignete sich die zentrale Turnhalle. Dort fand auch der Sportunterricht statt. Die Kinder der Overbergschule erhielten wegen einer fehlenden Trainingsmöglichkeit an ihrem Standort in unserer Turnhalle den entsprechenden Unterricht. Sportgeräte, welche die Stadt nicht zur Verfügung stellte, wurden aus Elternspenden der Teutoburger Schule angeschafft.
Wegen der großzügigen Raumsituation konnten weitere Räume für Hausaufgabenhilfen und Nachmittagsbetreuungen genutzt werden.
Ich stelle fest, dass die Grundschulzeit in einem großzügigen historischen Gebäude meinen Kindern nicht geschadet hat. [. . .] Aus all diesen Gründen halte ich das Schulgebäude mit dem Schulgarten bei einer engagierten Eltern- und Lehrerschaft und Raum für einen Hortplatz auch aus Kostengründen weiterhin für einen erfolgversprechenden Grundschulstandort."

" Die Overbergschule bleibt da, wo sie ist, hieß es 2006 nach einer heftigen Diskussion. Die jetzige Overbergschule bietet den besseren Standard und die bessere Lernumgebung. [. . .] Jetzt wird die Standortverlagerung wieder diskutiert. Mit der Schulleitung, dem Kollegium, den Eltern oder der Gemeinde wurde darüber bislang nicht gesprochen. Ich finde, das hat mit einem fairen und demokratischen Umgang nichts mehr zu tun.
Vor allem wenn man bedenkt, dass das schulische Konzept der Overbergschule in weiten Teilen in den Räumlichkeiten der Teutoburger Schule nicht umsetzbar ist. Es fehlt eine Aula, die zu etlichen wichtigen Terminen im Zentrum des schulischen Lebens der Overbergschule steht. [. . .] Da kann ich nicht verstehen, wie Herr Hagedorn (Grüne) laut dem Zeitungsbericht vom 6. März meint, hier komme es zu keiner schwerwiegenden Verschlechterung des Angebotes. Vielleicht muss dann [. . .] noch darauf hingewiesen werden, dass in der Overbergschule alle Klassenräume und der Computerraum miteinander vernetzt und mit Internetzugängen ausgestattet sind. Die kostspielige EDV-Vernetzung müsste in dem Altbau [. . .] erst noch nachgerüstet werden. Weiterhin fehlen dort eine überdachte Freifläche für Regenpausen und ein naturnaher und kindgerechter Schulhof. Und wie sieht es mit der Sicherheit unserer Kinder aus [. . .]? Fluchtwege und Rauchabschlusstüren fehlen, die Schule ist nicht behindertengerecht und läge auch noch an der am stärksten frequentierten Straße im Stadtteil Schölerberg, die zudem als Autobahnumleitung fungiert.
Wer hier wie Herr Hagedorn ernsthaft den Bürgern einreden will, dass mit dem Umzug der Overbergschule in die Teutoburger Schule keine deutliche Verschlechterung der Lernumgebung für Schüler, Lehrer und Eltern verbunden ist, der trägt auch die Verantwortung dafür, wenn immer noch zulasten der Bildung Billiglösungen für die kommenden Jahrzehnte bevorzugt werden, um auf den ersten Blick die kommunalen Finanzen zu sanieren."

Bildunterschrift:

Ein Umzug der Overbergschule in die Räume der ehemaligen Teutoburger Schule wird derzeit heiß diskutiert.

Foto: Archiv


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