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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Sollte das ein Osterfeuer werden?
Zwischenüberschrift:
Stadt räumt Müllberg am Güterbahnhof
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Stadt hat am Donnerstag einen 400 Kubikmeter großen Holz- und Abfallhaufen vom Gelände des Güterbahnhofs fortschaffen lassen. Sie wollte sichergehen, dass der Müllberg nicht als Osterfeuer in Flammen aufgeht.
Nach der Ankündigung der Kneipenbetreiber am Güterbahnhof, am Ostersonntag ein " Lagerfeuer" zu entfachen, standen Mitte der Woche die Kontrolleure vom Fachbereich für Grün und Umwelt auf dem Hof. Sie trauten ihren Augen kaum: Zwischen Mutterboden und unter Bergen von Reisig, Wurzelwerk und Baumstümpfen lagerten leere Farbeimer, lackiertes Holz, Fensterrahmen und Türen. Hochgiftiges Zeug, wenn es angesteckt wird. Bernd Füchel, stellvertretender Leiter des Umwelt-Fachbereichs, ließ am Donnerstag Bagger und Lastwagen anrücken. Etwa zehn Lkw-Ladungen waren zum Abtransport nötig. Der Unrat wurde vom Grünabfall getrennt und entsorgt.
Vielleicht war es der Versuch, billig Müll zu beseitigen, vielleicht war es aber auch nur ein großes Missverständnis. Die Betreiber der " Kleinen Freiheit" jedenfalls beteuern, mit dem Müllhaufen nichts zu tun zu haben. " Ganz ehrlich, wir wissen nichts davon", sagte Guido Remmert. Es werde am Ostersonntag in der Tat ein " Lagerfeuer" geben, bestätigte sein Kollege Bernhard Mersch. Das Holz ordnungsgemäßes Kaminholz sei vor drei Wochen schon bestellt worden. Es werde erst am Samstag geliefert, damit es nicht tagelang dem Regen ausgesetzt sei.
Die Stadt wird sich jetzt an den Grundeigentümer wenden, der noch ermittelt werden muss. Ihn erwartet unangenehme Post: Fechel schätzt die Kosten für die Räumaktion auf 1000 bis 2000 Euro.
Vorgestern schloss die Stadt die Meldelisten für die Osterfeuer. 46 große wurden genehmigt, 108 kleine wird es in den Außenbereichen geben. Über 200 Anfragen wurden abgelehnt. Vier Trupps wird die Umweltverwaltung am Wochenende in Marsch setzen, um die Feuer zu kontrollieren.

Bildunterschrift: Farbeimer, lackiertes Holz, Türen, Fenster: Das gehört nicht in ein Osterfeuer. Die Stadt ließ gestern vorsorglich einen von Müll durchsetzten Haufen am Güterbahnhof entfernen. Oder war alles nur ein großes Missverständnis?

Foto: Thomas Osterfeld
Autor:
hin


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