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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Pirschen wie ein Fuchs
Zwischenüberschrift:
Lernort Nackte Mühle: Kinder toben im Wald, Eltern gehen entspannt zur Arbeit
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Ferien an sich ein Grund zur Freude. Für berufstätige Eltern aber oft ein Problem: Wohin mit dem Nachwuchs während der Arbeitszeit? Eine Lösung bietet der Lernort Nackte Mühle mit seinem ganztägigen Ferienprogramm an.
Etwas verloren steht das kleine Mädchen zwischen ein paar Sträuchern mitten im Wald da. Ihre Augen sind mit einem Tuch verbunden, mit ihren Armen tastet sie den leeren Raum vor sich ab. " Ronja, nicht so fies! Hol die Hanna da mal aus den Brombeeren raus", ruft Betreuerin Björg Dewert. Nicht, dass sich Hannas Füße noch in den dornigen Ranken verfangen.
Ronja trabt langsam einige Meter vor der tapsenden Hanna. Ronjas Füße stecken in bunten Gummistiefeln. Bei jedem ihrer Schritte raschelt das vertrocknete Waldlaub auf dem Boden. Hanna versucht dem Rascheln zu folgen. Dabei muss sie sich ganz auf ihr Gehör verlassen. Und sich mit ihren Füßen vorsichtig Schritt um Schritt vorantasten.
" Genau darum geht es", erklärt Sozialpädagoge Björn Wentzek. " Es ist wichtig, dass die Kinder die Natur mit allen Sinnen erfahren und nicht nur fernsehen." Genau das, also Natur pur und die Erfahrung mit dem eigenen Körper, bietet der Lernort Nackte Mühle für Kinder ab sechs Jahren an und zwar jeden Werktag von 10 bis 16 Uhr. Berufstätige Eltern können ihre Kleinen aber schon um 8 Uhr abliefern und auch erst um 17 Uhr wieder abholen.
" Die Kinder haben nichts davon, wenn wir zwei Stunden Ferienprogramm bieten, und für die Eltern ist das stressig", erklärt Björg Dewert, fest angestellte Umweltpädagogin am Lernort.
Heute lernen die Kinder, wie ein Fuchs durch den Wald zu pirschen und dabei alle Sinne einzusetzen. " Ich war schon die ganze letzte Woche hier", erzählt Tobias. Jetzt kann er zum Beispiel auch schon Feuer ohne Streichhölzer machen.
Es ist windig. Ab und zu regnet es. Deswegen haben die 14 Kinder und die Betreuer schon am Morgen einen Unterschlupf aus Planen zwischen die Bäume gebaut. Da saßen sie dann zusammen und haben sich über ihre Erfahrungen mit Füchsen ausgetauscht. Der zehnjährige Felix hat schon einmal einen wilden Fuchs gesehen. " Der hat eine Ente weggetragen und war ganz schön flott", berichtet er. Björg Dewert und Björn Wentzek hatten extra einen ausgestopften Fuchskopf mitgebracht, um das Tier allen Kindern zu zeigen. Auch das flauschige Fell durften sie anfassen.
Inzwischen sind Ronjas Augen verbunden, und Hanna führt sie. Björk Dewert ermahnt einige Störenfriede: " Psssst, leise, sonst können die anderen nichts hören!" Und den Kinder mit den verbundenen Augen rät sie: " Vertraut euren Füßen. Und geht nur so schnell, wie ihr es euch zutraut." / Bildtext: Sein Fell ist rotbraun und flauschig: Rafael (links) und Justin bewundern den ausgestopften Kopf eines Fuchses, den die Betreuer mitgebracht haben. Foto: Jörn Martens
Autor:
Cathrin Mahns


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