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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
In Osnabrück ruft kein Kuckuck
Zwischenüberschrift:
Dem Vogel des Jahres auf der Spur
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Der Kuckuck ist ein bekannter und besonderer Vogel. Die meisten Kinder kennen seinen Namen aus Liedern und Reimen. Im Stadtgebiet Osnabrück ist der Kuckuck, der Vogel des Jahres 2008 ist, seit fünf Jahren ausgestorben, weiß Andreas Peters, Vorsitzender des NABU Osnabrück.
Der NABU hat jetzt unter dem Titel " Schon gehört?" eine bundesweite Mitmach- und Gewinnaktion zum " Vogel des Jahres 2008", dem Kuckuck, gestartet. Der Kuckuck ist ein Zugvogel und verbringt den Winter größtenteils südlich des Äquators. " Im April erwarten wir ihn bei uns in Deutschland zurück", sagt Peters. Wo wird er wohl zuerst zu hören sein? Und wie breitet sich sein Ruf im Laufe der Wochen aus?
Rufe sammeln
Mit Unterstützung von kleinen und großen Naturfans möchte der NABU in diesem Jahr die ersten Kuckucksrufe sammeln, dokumentieren und herausfinden, wann der Zugvogel aus Afrika zurückkommt, wo es in Deutschland noch Kuckucke gibt, und ob der Klimawandel konkrete Folgen für den Kuckuck hat.
Er zieht seinen Nachwuchs nicht selbst auf, sondern legt seine Eier in die Nester fremder Vögel. Der Kuckuck steht für artenreiche und vielfältige Lebensräume. Wo sich Landschaft durch die Anlage großflächiger Monokulturen, für den Bau von Gewerbegebieten oder den Straßenbau verändert oder verschwindet, fehlt dieser Lebensraum für den Kuckuck und seine Wirtsvögel wie Hausrotschwanz, Rotkehlchen und Teichrohrsänger, weiß der OsnabrückerNABU-Vorsitzende.
Auch der Einsatz von Pestiziden macht dem Insektenfresser Kuckuck zu schaffen, weil ihm somit die Nahrung fehlt. Ein weiterer Faktor ist der Klimawandel. Der Kuckuck behält seine Zugzeiten als Langstreckenzieher weitgehend bei. Seine " Zieheltern" brüten jedoch immer früher, und er hat es schwerer, noch Nester zu finden, die ganz am Anfang ihrer Brut stehen. Nur dann kann er seine Eier erfolgreich unterschieben. /
Bildtext:
Der Kuckuck (links), wie man ihn kennt: Jung und hungrig, lässt er sich von seinem Wirtsvogel, hier einem Teichrohrsänger, bedienen.

Mitmachen
Wer an der Aktion teilnehmen und Preise gewinnen möchte, kann sich unter Telefon 05 41/ 58 91 84 an den NABU Osnabrück wenden oder unter www.nabu.de nähere Informationen erhalten. Die aktuelle 24-seitige Broschüre zum Kuckuck ist gegen Einsendung von 4, 00 Euro in Briefmarken ebenfalls beim NABU Osnabrück, Am Schölerberg 8, 49082 Osnabrück, erhältlich.


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