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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Stadtwerke feilen an ihrem Ruf
Zwischenüberschrift:
Neues Projekt betont die Umweltfreundlichkeit des Unternehmens
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Nachdem die Stadtwerke nun am Kohlekraftwerk in Hamm mitbauen und damit für negative Schlagzeilen gesorgt haben, heißt es jetzt gegensteuern: Mit einer neuen Kampagne stellt das Unternehmen sein Engagement für den Umwelt- und Klimaschutz heraus.
KUK heißt das neue Projekt K ompetenz, U mwelt, K lima. Etwas freier formuliert, sagen die Stadtwerke mit KUK: Schaut her, was wir schon alles im Bereich Umweltschutz getan haben und unternehmen werden. So entwerfen die Stadtwerke das Bild eines Unternehmens, das zwar in ein neues Kohlekraftwerk investiert, sich gleichzeitig aber auch für die Umwelt engagiert.
Auf einer Rundfahrt mit den örtlichen Medienvertretern stellte das Energieunternehmen seine teils langjährigen Aktivitäten zum Schutz der Umwelt vor. " Das ist eine Ansammlung an vielen kleinen Schritten und Maßnahmen und geht deshalb oft unter, macht aber das gesamte Unternehmen erst aus", erklärte Stephan Rolfes, Stadtwerke-Vorstand im Bereich Verkehr und Hafen. Neben Rolfes begleitete auch der Vorstandsvorsitzende Manfred Hülsmann die Busrundfahrt.
Auf dem Piesberg etwa machten die Unternehmensvertreter auf das dortige Deponiekraftwerk aufmerksam: Bereits seit Anfang der neunziger Jahre wird hier das Methangas aus der Deponie aufgefangen, um damit Strom zu erzeugen.
Doch der Piesberg ist gleichzeitig auch Schauplatz für ein neues Umweltprojekt der Stadtwerke. Zwischen sieben und zehn Millionen Euro wird das Unternehmen dort in zwei bis drei neue Windräder investieren. Mit ihrer Hilfe soll die Leistung der Anlage von derzeit 2000 auf bis zu 7500 Kilowatt ansteigen.
Nächstes Jahr ans Netz
Wie viele der vier vorhandenen Windräder dafür weichen sollen, ist noch offen. Das Genehmigungsverfahren bei der Stadt läuft jedenfalls, die Geräte sind bestellt. " Wir gehen davon aus, dass es in 2009 so weit ist", sagte Karl-Heinz Meyer, Leiter der Energiedienstleistungen. Dann werden die neuen Windräder ans Netz gehen und zusammen mit den älteren Exemplaren bis zu 8700 Tonnen CO2 im Jahr einsparen.
Der Pressetermin diente demnach auch dazu, neue Umweltprojekte und Pläne der Stadtwerke vorzustellen: " Wir setzen nicht nur auf Gas und Kohle, sondern wollen auch die regenerativen Energien stark ausweiten", sagte Vorstandsvorsitzender Manfred Hülsmann. Insgesamt setzten die Stadtwerke auf einen Mix aus regenerativen und fossilen Energien und das nach Möglichkeit aus eigenen Anlagen, um dem teuren Strom vom Großhandelsmarkt zu entgehen. " Kohlekraftwerke sind für eine Übergangszeit erforderlich, um regenerative Energien auszubauen", erklärte Hülsmann die Strategie des Unternehmens.
Neben dem Ausbau der Windkraftnutzung planen die Stadtwerke, sich an einem Geothermiekraftwerk zu beteiligen entweder an einem Werk in Karlsruhe oder am Starnberger See. Außerdem solln an der Luisenstraße eine Holzhackschnitzelanlage und auf dem Busbetriebshof eine Photovoltaikanlage gebaut werden.
Klimawandel beachten
Doch gilt es in der heutigen Zeit, nicht nur die Umwelt zu schützen, sondern auch auf den Klimawandel zu reagieren. Denn der bringt selbst in Osnabrück einige Veränderungen mit sich etwa mehr Regen. Steigt also der Pegel der Hase nach Orkantiefs wie " Kyrill" oder " Emma", muss das Wehr an der Pernickelmühle weitere Tafeln öffnen, " um die Innenstadt trocken zu halten", wie Jürgen Peters, Leiter des Entwässerungsbetriebs, erklärt.
Doch bislang können nur zwei der Wehrtafeln automatisch geöffnet werden alle weiteren müssen per Hand aufgekurbelt werden. Und das sei Schwerstarbeit, schildert Peters. Weil dies durch den Klimawandel aber öfter erforderlich ist als früher, sollen auch die restlichen Tafeln bald mit einer automatischen Kurbel versehen werden. / Bildtext: Schwerstarbeit war es bisher, die Wehrtafeln an der Pernickelmühle per Hand zu öffnen. Zwei Tafeln sind bereits automatisiert, jetzt soll der Rest folgen, erklärt Jürgen Peters, Leiter des Entwässerungsbetriebs. Foto: Hermann Pentermann
Autor:
Cathrin Mahns


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