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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Wir werden meist übersehen"
Zwischenüberschrift:
Putzfrauen im Mittelpunkt einer neuen Ausstellung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die Idee dafür existierte schon länger, doch nun steht die Premiere unmittelbar bevor: Ab dem 15. Mai zeigt das Museum Industriekultur die bundesweit erste Ausstellung über Raumpflegerinnen im Wandel der Zeit. Museumsdirektor Rolf Spilker hatte daher Raumpfleger zum Frühstück eingeladen, um deren Schilderungen über ihren Beruf mit in die Ausstellung einfließen zu lassen.
Zwölf erfahrene Raumpflegerinnen und ein Gebäudereinigermeister folgten am Sonntag der Einladung ins Haseschachtgebäude. " Ich finde es beachtlich, dass man auch einmal den kleineren Leuten eine Ausstellung widmet", meinte eine Teilnehmerin und fügte an: " Normalerweise werden wir in dem Beruf übersehen. Man wird erst gesehen, wenn es nicht sauber ist." Sie werde sich die Schau auf jeden Fall gemeinsam mit ihrer Kollegin anschauen.
" Mit diesem Thema betreten wir Neuland. Es ist spannend und sinnvoll, mal etwas aus dem Alltag der Raumpflegerinnen zu hören. Sonst bleibt uns vieles zumeist verborgen", erklärte Spilker. So nutzte er die Möglichkeit, seine Erkenntnisse über Betriebsstrukturen mit den Erfahrungen der Teilnehmerinnen abzugleichen. Sie bestätigten den nun auch in die Schau eingehenden Aspekt, dass sie in den Gebäuden keine Orte hätten, wo sie ankommen können etwa um Taschen oder Jacken abzulegen. " Ich bin oft höchstens zwei Stunden an einem Ort. Nach der erledigten Arbeit fahre ich sofort weiter zum nächsten Objekt", schildert eine Frau.

Spilker wurde durch ein Buch aufmerksam auf das Thema Putzkräfte. Die Ausstellung " Die Putzfrau! Vom Dienstmädchen zur modernen Raumpflegerin" widmet sich der Putztätigkeit von 1900 bis heute vor dem Hintergrund neuer Ideologien und der sich entwickelnden Reinigungstechnik. Mit der Technisierung des Haushalts Mitte des vorigen Jahrhunderts verbreitete sich mancherorts die Überzeugung, man benötige keine Dienstmagd mehr, weil die Frau dank elektrischer Geräte ihr Haus selber putzen könne, berichtet Spilker.
Diese Epoche wird ebenso dokumentiert wie Jobs in der Industrie und das Entstehen erster gewerblicher Reinigungsfirmen in den 1960er Jahren. Die Ausstellung gipfelt in der Präsentation aktueller Reinigungsroboter. / Bildtext: Die Erfahrungen von Putzkräften, die gestern im Museum zum Frühstück eingeladen waren, sollen noch in die neue Ausstellung einfließen. Foto: Uwe Lewandowski
Autor:
hedi


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