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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Damals wütete die SS auch in Osnabrück
Zwischenüberschrift:
Vor 75 Jahren: Sturm auf das Gewerkschaftshaus
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Selbst die jüngsten Zeugen jener Märztage sind heute im Greisenalter: Am 12. März 1933, vor 75 Jahren, wurde die NSDAP bei der Kommunalwahl stärkste Fraktion im Osnabrücker Stadtrat. Dabei hätten am Vortag " alle Alarmglocken läuten müssen", sagte Petra Tiesmeyer, Regionalvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Gemeinsam mit der Osnabrücker SPD gedachte der DGB am Dienstag des 75. Jahrestags der Erstürmung des Gewerkschaftshauses durch die SS.
Freie Gewerkschaften
Die Zerschlagung der freien Gewerkschaften durch die Nationalsozialisten erfolgte am 2. Mai 1933. Doch bereits sieben Wochen vorher waren SS-Schergen in das Gebäude am Kollegienwall eingedrungen am selben Tag wie in der heutigen Osnabrücker Partnerstadt Greifswald, sagte Heiko Schlatermund. Der damalige Irrglaube, so der Vorsitzende der Bildungsvereinigung Arbeit und Leben: " Obwohl die Vorzeichen des Faschismus hörbar, lesbar und nachweisbar waren, glaubte auch die Gewerkschaftsführung noch an rechtsstaatliche Strukturen." Zur Schwächung hätten zudem die damalige Zersplitterung der Organisationen und der deutliche Rückgang der Mitglieder beigetragen: " Die Lehre haben die Gewerkschaften in den darauffolgenden Jahren bitter gezogen."
Trotz Bedrohung mit Verfolgung und Mord hätten sich dennoch viele Gewerkschafter und Sozialdemokraten gegen die Gewaltherrschaft gestemmt, sagte Ulla Groskurt, Vorsitzende der Osnabrücker SPD. So musste die SS das Gebäude einige Tage später erneut besetzen, nachdem Sozialdemokraten die auf dem Dach gehisste Hakenkreuzfahne heruntergeholt, zerrissen und in die Hase geworfen hatten.
Maßstäbe gesetzt
Mit ihrem Widerstand hätten Mitglieder der Gewerkschaften und SPD " Maßstäbe in der Demokratie und der Menschlichkeit gesetzt", sagte Groskurt, die in ihrer Rede auch aktuelle Bezüge herstellte. " Wir wollen mit Blick auf unsere Geschichte deutlich machen: Wir bekämpfen Rechtsextremismus, Sozialdemagogie und Stimmungsmache gegen Minderheiten oder Ausländer." / Bildtext: Trotz Bedrohung mit Verfolgung und Mord stemmten sich viele Gewerkschafter gegen die Gewaltherrschaft, sagte Ulla Groskurt, Vorsitzende der Osnabrücker SPD (Zweite von rechts), bei der Kranzniederlegung. Foto: Michael Hehmann
Autor:
hmd


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