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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Mit neuen Energien Geld verdienen
Zwischenüberschrift:
Regenerativforum: Kohle der falsche Weg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Der Wunsch der Stadtwerke Osnabrück nach mehr eigener Stromerzeugung wird von den Verbänden für Erneuerbare Energien ausdrücklich begrüßt, aber zukunftsfähig müsse sie sein, so erklärten übereinstimmend der Bundesverband Windenergie, der Fachverband Biogas und der Solarenergieverein auf dem 3. Osnabrücker Regenerativ-Forum.
Statt des ganz großen Einstiegs in Kohlekraftwerke erwarten sie von den Stadtwerken den massiven Einstieg in die innerstädtische Kraft-Wärme-Kopplung, den Ausbau der Windenergie in und um Osnabrück im großen Maßstab und weitere Schritte, heißt es in einer Pressemitteilung des Regenerativforums. Dazu gehörten der massive Ausbau des Einspar-Contractings bei städtischen und privaten Gebäuden unter Nutzung der thermischen Solarenergie, der Aufbau großer Photovoltaikanlagen auf dem Busdepot und auf kontaminierten britischen Konversionsflächen und die Realisierung der geplanten Biogas-Anlage.
Ein weiterer Schritt in die richtiger Richtung sei das so genannte Repowering auf dem Piesberg, die Ersetzung der Windkraftanlagen durch größere, effizientere Modelle. Die bisherigen Anstrengungen der Stadtwerke im regenerativen Bereich seien allerdings nur Kosmetik, heißt es weiter. " Es muss Schluss sein mit der Feigenblattpolitik. Was wir brauchen, sind nicht Kohle-, sondern Regenerativ-Investitionen im gleich großen Maßstab", erklärte Carlo Reeker, Geschäftsführer beim Bundesverband Windenergie.
Der Vorsitzende des Solarenergievereins, Klaus Kuhnke, verwies auf die rege Beteiligung von Wirtschaftsvertretern beim Regenerativ-Forum: " Hier sitzen 70 Leute, die allesamt mit erneuerbaren Energien ihr Geld verdienen, und einige gar nicht schlecht, das muss doch für die Stadtwerke auch möglich sein!" Er forderte von den Stadtwerken ein klares, eindeutiges Bekenntnis zur Energiewende und zum Ziel 100 Prozent erneuerbare Energien, " und das nicht übermorgen, sondern schon morgen" mit konkreten Zwischenzielen ab 2015.
Dass es für diesen Kurswechsel am nötigen Kapital nicht fehle, sei an den beschlossenen und geplanten Beteiligungen für Kohle-Großkraftwerke zu erkennen. " Von den geplanten rund 90 Millionen Euro würde uns vorerst schon die Hälfte reichen", erklärte Kuhnke. Jürgen Ebert, Vorsitzender des Regionalverbandes Teutoburger Wald-Wiehengebirge des BWE, fasste die Alternativen zur Kohle zusammen: " Statt ökonomisch fragwürdiger und ökologisch unverantwortlicher Investitionen in veraltete Energiekonzepte gehören die Millionen verwendet für energiesparende Technologien und erneuerbare Energien aus Sonne und Wind, Wasser und Biomasse."


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