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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wassersparen kann richtig teuer werden
Zwischenüberschrift:
Expertentagung in Osnabrück
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Was ist denn nun richtig: Soll der Bürger seinen Wasserverbrauch senken oder doch lieber mal den Hahn etwas länger laufen lassen?
hedi Osnabrück. 100 Gäste und acht Referenten der 17. Fachtagung zum umweltverträglichen Wirtschaften diskutierten im Hotel Remarque über das Thema " Wasser sparen ein Gesundheitsrisiko?". Ihre Antwort: Übertriebenes Wassersparen kann zu gesundheitlichen und wirtschaftlichen Problemen führen.
Eingeladen hatten das Centrum für Umwelt und Technologie (CUT), der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) und die Stadtwerke Osnabrück, die mit den Folgen des sinkenden Wasserverbrauchs zu kämpfen haben. In den Leitungen stockt der Abtransport des Schmutzwassers, stinkende Ablagerungen bilden sich. Die Stadtwerke müssen die Kanäle nachspülen. Die Rohre verschleißen schneller und werden teuer saniert. Schließlich müsse der Kunde sogar draufzahlen, so die Stadtwerke-Rechnung.
Grundsätzlich ist es richtig, mit der Ressource Wasser sorgsam umzugehen, darin waren sich alle Experten einig. Auf das richtige Maß komme es an. Nach Meinung vieler Referenten verursache der Rückgang des täglichen Wasserverbrauchs in Deutschland von aktuell 130 Litern pro Person auf 80 Liter neue Probleme nicht nur bei den Stadtwerken: Je länger das Wasser am Ende der Leitungen in den Haushalten steht, desto eher sammeln sich Krankheitserreger an. Daher empfiehlt etwa das Umweltbundesamt, dasüber Nacht in den Rohren ruhende Wasser nicht für die Zubereitung von Speisen oder Getränken zu verwenden.
Diese Probleme seien hausgemacht, da die Gefahren durch verunreinigte Leitungen direkt beim Verbraucher aufträten, und dürften nicht vom grundsätzlichen Problem knapper werdender Ressourcen ablenken, meinten Naturschützer. " Wir müssen das Thema global sehen", sagte auch Prof. Gerhard Weil von der Fachhochschule Osnabrück.
Die Experten forderten ein Umdenken. Das Augenmerk müsse vom direkten Wasserverbrauch zum " virtuellen" gelenkt werden. Denn während man sich hierzulande um fünf Liter mehr oder weniger beim täglichen Verbrauch streite, würden andernorts 15 000 Liter Wasser für die Produktion eines Kilogramms Rindfleisch verwendet. Übrigens: Für einen Liter Bier benötigen die Hersteller etwa 300 Liter Wasser.
" Wir müssen intelligent sparen. Es geht nicht um den letzten Tropfen", verdeutlichte Peter Tenhaken vom Gesundheitsdienst für Stadt und Landkreis Osnabrück. " In den nächsten 100 Jahren wird das Wasser nicht knapp", fügte Weil an.
Autor:
hedi


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