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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Nicht an diesem Bau rumbasteln"
Zwischenüberschrift:
Manzke zur Libeskind-Planung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Ein gläserner Anbau würde das Felix-Nussbaum-Haus nicht aufwerten, sondern beschädigen, meint Dirk Manzke, Professor für Städtebau und Freiraumplanung an der Fachhochschule Osnabrück. Er setzt sich dafür ein, den Libeskind-Bau mit seiner " ästhetischen Autorität" zu erhalten.
Aus dem Blickwinkel des Architekten stellt Manzke die Frage, ob ein Funktionstrakt mit Cafeteria, Garderobe, Museumsshop und WC so wichtig ist, dass ihm das Konzept vom " Museum ohne Ausgang" geopfert werden sollte. " Dieses Konzept würde ausgehebelt", sagt Manzke, und das, obwohl sich das Felix-Nussbaum-Haus gerade an diesem Punkt von anderen Museen unterscheide.
Der Libeskind-Bau in Osnabrück sei gerade wegen seiner " herben Ausstrahlung" unverwechselbar. " Das muss man einfach stehen lassen", findet Manzke. Es sei zu riskant, " an dem Gebäude rumzubasteln".
Im Felix-Nussbaum-Haus sieht der Professor einen " Höhepunkt der Osnabrücker Architekturgeschichte" und zugleich das gebaute Symbol für die Friedensstadt Osnabrück. Mit einem gläsernen Anbau, so warnt er, drohe dem Monument eine Verwandlung in " etwas Gefälliges".
Dass sich der Star-Architekt Daniel Libeskind darauf einlässt, seinen eigenen Bau derart zu verfremden, findet der Professor fragwürdig. Letztlich werde mit dem Anbau alles infrage gestellt, für das Libeskind mit seinem Entwurf Mitte der 90er Jahre so vehement gekämpft habe.
Manzke hält auch nichts davon, einen Flachbau neben dem Nussbaum-Haus zu errichten, um die funktionalen Unzulänglichkeiten damit zu beheben. Damit würde nach seiner Ansicht nur ein Störfaktor entstehen.
Auch die Überlegung, regionalen Architekten die schwierige Aufgabe anzuvertrauen, hält der Professor für abwegig. Zudem werde sich kaum einer bereitfinden: " Die haben selber Respekt vor dem Gebäude."
Und das Raumproblem? Das sei doch im Grunde schon gelöst, findet Manzke. Er betrachtet das Nussbaum-Haus nicht isoliert, sondern als Bestandteil einer Kulturmeile zwischen dem Kulturgeschichtlichen Museum und der Kunsthalle Dominikanerkirche. Auch das Stadtgalerie-Café und das Geburtshaus von Friedrich Vordemberge-Gildewart rechnet er dazu. Hier finde sich alles Benötigte für einen Fußgänger in wenigen Minuten: " Das sind doch nur 300 oder 400 Meter!" / Bildtexte: Den herben Charme des Felix-Nussbaum-Hauses will er erhalten: Dirk Manzke von der Fachhochschule. / Hände weg vom Felix-Nussbaum-Haus auch wenn es Libeskinds Hände sind. Dieser Ansicht ist Dirk Manzke, Professor für Städtebau und Freiraumplanung an der Fachhochschule. Den gläsernen Anbau empfindet er als Störfaktor. Foto: Jörn Martens
Autor:
rll


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