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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Streit um Standort der Overbergschule
Zwischenüberschrift:
Stadt prüft Umzug an die Teutoburger Straße
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die nahe Zukunft der Teutoburger Schule steht fest. Nach Ostern wird das Jugendstilgebäude für 14 Monate von den Schülern und Lehrern des Berufsschulzentrums am Westerberg genutzt. Sie weichen während der Sanierung des Berufsschul-Altbaus an der Natruper Straße hierhin aus. Aber was dann kommt, daran scheiden sich die Geister.
Der Rat der Stadt Osnabrück denkt daran, die katholische Overberg-Grundschule aus ihrem sanierungsbedürftigen Schulgebäude aus den 70er Jahren in die Teutoburger Schule zu verlegen. Die Stadtverwaltung soll prüfen, ob die Verlagerung der Schule und eines Horts möglich sind. " Dazu sind die erforderlichen Gespräche mit der Schule, dem Stadtelternrat und weiteren Betroffenen zu führen", heißt es dazu wörtlich im Ratsbeschluss, der abweichend von anders lautenden Anträgen im Verwaltungsausschuss von den Fraktionsspitzen so vereinbart worden war.
Was so harmlos klingt, wird aber nicht einfach werden. Nicht nur drei CDU-Ratsmitglieder stimmten gegen den Beschluss. Darunter war Björn Meyer, der auch den jetzt beschlossenen Prüfauftrag als unfaire Richtungsvorgabe bewertet. Aber auch die Schule wehrt sich seit geraumer Zeit gegen einen Umzug.
Schon im Jahr 2005 hatte sich die Schule mit einer 20-seitigen Denkschrift gegen den Umzug ausgesprochen. Kern der Argumentation: Das Gebäude ist nach heutigen Maßstäben für einen modernen Grundschulbetrieb nicht geeignet. " Die Innen- und Außengestaltung eines zeitgemäßen Schulgebäudes muss die neuen Aufgaben der heutigen Grundschule aufnehmen und umsetzen", heißt es in dem Papier. Dass bis vor wenigen Jahren noch Kinder hier unterrichtet worden seien, widerlege diese These nicht. Schule solle anregen, Handlungen ermöglichen, Geborgenheit vermitteln und ein Übungsort für Demokratie und interkulturelle Erziehung sein. Kinder sollen sich dort wohlfühlen. " Das Schulgebäude der Teutoburger Schule kann aufgrund seiner baulichen Konzeption keines dieser Ziele unterstützen", heißt es weiter. Im Gegenteil. Das Schulgebäude habe bis zu 450 Schüler gefasst und sei mit über 3500 Quadratmetern Innenfläche für die gut 150 Schüler der Overbergschule viel zu groß. Dazu sei es noch in zwei fast völlig voneinander getrennte viergeschossige Flügel (den ursprünglichen Mädchen- und Jungentrakt) aufgesplittet. Mögliche Folge: Vereinzelung, Kontakte über Klassen hinweg würden erschwert, ein Zusammengehörigkeits- und Geborgenheitsgefühl könne kaum entstehen, zumal es kein gemeinsames Forum gebe, wo Schuldemokratie praktiziert und Gemeinschaftsaktivitäten im großen Schulverbund Schulleben stattfinden könnten.
Die Verwaltung wird dennoch prüfen. Fritz Brickwedde (CDU) machte auch deutlich, dass die Overberg-Verlagerung kein Tabu sein dürfe, auch nicht vor dem Hintergrund der städtischen Finanzlage. " Hier können wir sparen, ohne das Angebot schwerwiegend zu verschlechtern", hakte Michael Hagedorn (Grüne) ein. Dabei geht es nicht nur um die Grundschule. Auch der Verbleib der Arbeitslosenselbsthilfe sowie weiterer Nutzungen durch Stadtteilgruppen wird untersucht. / Bildtext: Der Einzug der Berufsschüler steht kurz bevor. Elektroinstallateur Karol Kasprzak verlegt Netzwerkanschlüsse. Foto: Seiler
Autor:
swa


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