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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Drei Fragen an Andreas Peters NABU-Vorsitzender: Wölfe sollten auch hier frei leben
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück. Der Naturschutzbund (NABU) hatte gestern dazu aufgerufen, den entlaufenen Wolf als " Neubürger" der Stadt anzusehen und ihn in Freiheit leben zu lassen. Wir haben dazu den Vorsitzenden des Naturschutzbundes in Osnabrück, Andreas Peters, befragt.

Meinen Sie es mit der Begrüßung des " Neubürgers" Wolf im Osnabrücker Land eigentlich wirklich ernst? Oder sind das nur Reflexe einer Debatte, die zurzeit im Osten Deutschlands stattfindet, wo der Wolf in den Weiten der Lausitz und in Brandenburg eine neue Heimat gefunden hat?
Meine Antwort auf Ihre nicht ganz ernst gemeinte Frage: Der NABU ist ein seriöser Verband, und ich bin dessen Vertreter in Osnabrück. Selbstverständlich meint der NABU das ernst! Der Wolf ist eine nach geltendem Naturschutzrecht streng geschützte Art, und wir sollten uns über seine Rückkehr freuen. Es besteht kein Grund zur Panikmache, wie sie derzeit z. B. im Rundfunk über sich stündlich wiederholende Warnmeldungen betrieben wird.

Der Wolf ist ein Rudeltier, er ist auf Dauer nur im Kreis von Artgenossen glücklich. Sollte ein solches Rudel im Teutoburger Wald denn durch Aussetzung weiterer Exemplare begründet werden?
Wenn die Jägerschaft nicht immer wieder entgegen geltendem Recht die aus dem Osten zuwandernden Wölfe abschießen würde übrigens, einer der wenigen, die dafür verurteilt wurden, war ein inzwischen verstorbener ehemaliger Kreisjägermeister aus Osnabrück –, dann wären längst Artgenossen zugewandert, und der Zoowolf wäre nicht mehr der Einsamkeit preisgegeben. Vielleicht ist der aktuelle Fall ja eine Chance, eine Aufklärungsoffensive zu starten.

Der Wolf aus dem Zoo ist an Menschen gewöhnt und hat keine " natürlichen" Verhaltensweisen erlernt. Wie groß ist die Gefahr, dass er sich Menschen nähert, sich mit Haushunden paart und so zum " Problemwolf" wie Bär Bruno wird?
Hierzu verweise ich auf die Aussagen des Zoos, dass von dem Tier keine Gefahr ausgeht, solange es nicht in die Enge getrieben wird. Es wird Zeit, endlich mit dem Märchen vom " bösen Wolf" aufzuräumen und zu einem normalen Umgang mit unserem " Mitbürger" Wolf zurückzukehren. Der Wolf hat mehr Angst vor uns als wir vor ihm. Das gilt es, der Öffentlichkeit klarzumachen.


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