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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
"Glückauf – aber Kohle bitte nicht"
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
" Ich verstehe die Problematik der Stadtwerke durchaus. Auf der einen Seite bekommen sie immer mehr Aufgaben, auf der anderen Seite werden sie von den großen Energiekonzernen ihren Lieferanten aus dem Markt gedrängt, die für einen Cent weniger direkt an die Stadtwerke-Kunden gehen. Auf diese Problematik müssen die Stadtwerke reagieren.
Unverständlich ist mir aber, dass der gegangene Weg mit dem Steinkohlegroßkraftwerk anscheinend als optimale Lösung verkauft wird. Die Stadtwerke richten mit dieser Politik einen erheblichen Schaden für unser Klima an. Modernste Technik schön und gut. Ein Wirkungsgrad von unter 50 Prozent bedeutet immer noch eine Verpuffung von über 50 Prozent viel CO2 für null Leistung. Kohlekraftwerke sind Klimakiller schlechthin.
Stellen wir uns einmal vor, alle Stadtwerke entschließen sich nun zu so einem Klimakiller. Was wird denn dann aus unseren Vorgaben, den Ausstoß an CO2 drastisch zu senken? Die Stadtwerke hätten zumindest eins tun können: für ein kleineres Kraftwerk plädieren und dieses mit Fernwärme koppeln, um die angrenzenden Regionen zu versorgen und hier Emissionen einzusparen. So hätte man die 50 Prozent Verpuffung wenigstens noch für den Umweltschutz nutzen können.
Stattdessen wird ein neues Großkraftwerk gebaut, das aufgrund seiner Größe nicht mit Fernwärme ausgestattet werden kann. Und ob es tatsächlich eine Versorgungslücke geben wird, ist höchst umstritten. Erste Studien belegen das Gegenteil. Allein in Niedersachsen sind 13 neue Kohlekraftwerke im Gespräch. Weit mehr, als benötigt werden.
Brauchen wir Kohle, um günstig Strom zu produzieren? Ist regenerativer Strom etwa zu teuer? Ich weiß, dass es nicht so ist. Denn ich bekomme mittlerweile sauberen Strom (Wind und Wasser) aus Süddeutschland und bezahle keinen Cent mehr als bei den Kohle-/ Atomtarifen der Stadtwerke Osnabrück. Saubere Stromerzeugung zu fairen Preisen geht, wenn man die Weichen richtig stellt. Die Stadtwerke Osnabrück haben das ganz klar versäumt." / Bildtext: Die Stadtwerke setzen auf Kohle: Über die Beteiligung am Kohlekraftwerk in Hamm gehen die Meinungen auseinander.
Autor:
Björn Fröndhoff und weitere Leserbriefe


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