User Online: 1 | Timeout: 22:01Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Erdwärme ergänzt Erdgas
Zwischenüberschrift:
Neue Heizung im Dom ist jetzt in Betrieb
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Aus den Tiefen der Erde kommt ab sofort ein Teil der Wärme, mit der der Osnabrücker Dom geheizt wird. Statt allein auf Erdgas setzt das Bistum bei der Beheizung seines Gotteshauses jetzt auf eine Kombination aus Gas und Erdwärme.
In Betrieb genommen wurde die neue Anlage gestern von Domdechant Dr. Heinrich Plock und dem Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Fritz Brickwedde. Rund 400 000 Euro hat sich das Bistum den Einbau der Heizung, mit der außer dem Dom auch das Forum am Dom, das Diözesanmuseum, der Probenraum für den Domchor, das Seelsorgeamt, das Medienhaus und die Wohnung des Domorganisten geheizt werden, kosten lassen. Die DBU unterstützt das nach den Worten von Brickwedde bundesweit vorbildliche Projekt mit 125 000 Euro.
Angesichts stetig steigender Energiepreise rechnet Klaus Steinkamp vom Planungsbüro Rohling damit, dass sich die Investition in spätestens 15 Jahren amortisiert. Die Kirche erhofft sich eine jährliche Ersparnis von 12 000 Kubikmetern Erdgas und 30 Tonnen (13 Prozent) CO2 .
Mit der Umrüstung auf die neue Technik sei es der Kirche nicht nur darauf angekommen, das Gebäude zuerhalten, sondern auch darauf, den Menschen zu dienen, sagte Domdechant Plock: " Ich denke, dass das Konzept den Menschen gerecht wird."
Neu ist allerdings nicht nur die Heizung. Um möglichst wenig Energie aus dem Fenster hinauszuheizen, sind parallel sämtliche betroffenen Gebäude bestmöglich gedämmt worden. Ausgetauscht worden seien sogar etliche erst vor zehn Jahren eingebaute Fenster, da sich der Dämmwert in dieser Zeit verzehnfacht habe.
Die neue Heizung beruht auf einem ausgeklügelten Energiemanagement. Zwischen 15 und 20 Prozent des Jahreswärmebedarfs sollen aus 20 Erdsonden gewonnen werden, die 50 Meter tief in den Boden gebohrt wurden. Wärmetauscher sorgen dafür, dass das 12 Grad warme Tiefenwasser im Winter zum Heizen und im Sommer zum Kühlen genutzt wird.
Kuschelig warm wird es zumindest im Dom trotzdem nicht. Die Durchschnittstemperatur wird weiterhin bei rund 17 Grad liegen. Mehr dürfe es auch nicht sein, so die Experten. Nicht etwa um die Gläubigen zu ärgern, sondern wegen der Orgel. Das kostbare Instrument verträgt keine großen Temperaturschwankungen. / Bildtexte: Kuschelig warm wird es im Osnabrücker Dom auch nach dem Einbau einer Erdwärmeheizung nicht werden. Die Durchschnittstemperatur liegt weiter bei 17 Grad. Foto: Gert Westdörp / Den Startschuss gaben (v. l.) Fritz Brickwedde, Peter Kaiping, Heinrich Plock und Klaus Steinkamp. Foto: Jörn Martens
Autor:
slx


Anfang der Liste Ende der Liste