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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Der Haseteich der Zukunft
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Nachdem das " Haseproblem" hier erst kürzlich im Anschluß an eine Besprechung unserer Schriftleitung mit der Stadtverwaltung wieder eingehend erörtert worden ist, wollen wir heute einen uns daraufhin zugegangenen Vorschlag eines Haseanliegers wunschgemäß den zuständigen Stellen weitergeben.
" Der seit Jahren bestehende Zustand der Hase ist wohl jedem Osnabrücker und jedem Fremden, der Osnabrück aufsucht, bekannt. Ein Blick von den Hasebrücken inmitten der Stadt in das meist dunkle, schmutzige Flußbett ist alles andere als angenehm. In besonders heißen Zeiten verbreitet das Flußwasser einen derart üblen Geruch, daß Mieter von am Wasser liegenden Wohn- und Geschäftsräumen ernstlich eine Kündigung der sonst wertvollen Räumlichkeiten ins Auge faßten.
Im Interesse der Stadt selbst sowie der Haseanlieger ist der heutige Zustand der Hase auf die Dauer untragbar. Wie aber ist hier Abhilfe möglich?
Bis Lüstringen, bevor die Abwässer industrieller Anleger in die Hase geleitet werden, ist diese völlig klar, mit normalem Tier- und Pflanzenleben. Es müßte ein leichtes sein, die Abwässer von ihrem Entstehungsorte aus in Rohrleitungen - vielleicht am besten mitten im Flußbett - bis zum Ausgange der Stadt zu leiten. Das allergrößte Übel wäre hierdurch beseitigt.
Dann wären die an der unteren Pernickelmühle vorhandenen Stauziele zu ändern. Das vorhandene ober Stauziel verbürgt einen normalen Wasserstand, der das Flußbecken gut ausfüllt. Beim Abmahlen bis zum vorhandenen unteren Stauziel wird die Hase zu einem unansehnlichen Rinnsal, was unter allen Umständen zu vermeiden wäre. Nur in wasserreichen Zeiten könnte das Hasewasser als Kraftquelle Verwendung finden.
Nach Absonderung der Abwässer sowie Festlegung des Wasserstandes auf das obere Stauziel wäre der zukünftige Haseteich gesichert. Besonders bei dem geringen Wasserzulauf in den Sommermonaten ist die Hase zwischen den beiden Mühlen mehr Teich als Fluß, regulierbar durch die Staus der oberen und unteren Mühle.
Dann, nach Erreichung des Gesagten, müßte die gartenmäßige Ausschmückung des Flußbettes und der Anliegergärten in die Hand genommen werden. Die aus dem Wasser ragenden Uferstellen wären vorteilhaft mit entsprechenden Blattpflanzen (Pestwurz usw.) zu besiedeln. Anschließend die seichten Ufer mit Rohrkolben usw. und die etwas tieferen Flußränder mit starkwüchsigen farbigen Teichrosen in Massen. - Noch im vorigen Jahre kamen an der Wittekindsbrücke bei Lichtenberg gelbe Teichrosen (Mummeln) zur Blüte. - Die Besitzer der Anliegergärten würden ein Übriges tun und die Ufergärten entsprechend (Trauerweiden, Pappeln, Hängeforsythien usw.) bepflanzen.
Der Haseteich der Zukunft, so gestaltet, würde aus dem jetzigen Schandfleck unserer vielbesuchten Stadt ein herrliches Stück Gartenschönheit schaffen, um welches uns andere Städte mehr als beneiden könnten.
G. B.


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