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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Asphaltbelag gefährdete alte Brücke
Zwischenüberschrift:
Schäden am Gut Sutthausen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Was geschieht, wenn historische Bauten mit modernen Werkstoffen unsachgemäß " geflickt" werden, ist derzeit am Gut Sutthausen zu besichtigen: Die alte Brücke zur Schlosskapelle droht einzustürzen und muss jetzt restauriert werden.
Faustgroße Löcher im Gewölbe zwischen den Brückenpfeilern. Hier und da sind Steine locker. Und die seitlichen Gewände sind aus der Flucht geraten: " Die ganze Brücke muss saniert werden, so hat die Bestandsaufnahme ergeben", sagt Dombaumeister Nikolaus Demann, der die Schwestern vom Marienheim fachlich berät, " derzeit suchen wir noch nach dem besten Ablauf des Verfahrens."
Ans Licht gekommen sind die Schäden im Zusammenhang mit der derzeit stattfindenden Überarbeitung der historischen Parkanlage rings um das Gut Sutthausen. So gesehen ist auch die Brückensanierung eine Spätfolge des verheerenden Düte-Hochwassers beim Sturm Kyrill vor gut einem Jahr.
Denn jetzt werden die Wege im Park erneuert. " Und dabei haben wir auch den völlig unhistorischen Asphaltbelag auf der Brücke entfernt, die wahrscheinlich um das Jahr 1740 gebaut wurde", so berichtet Demann: " Die Schäden waren noch viel größer als ursprünglich erwartet."
Nach alter Handwerkstradition ist die zweibogige Brücke nördlich der Gutskapelle ursprünglich aus Bruchsteinen gemauert. Auf den Gewölben liegt zunächst eine Lehmschicht. Dann wurde mit Feldsteinen bis zur ursprünglichen Fahrbahn aufgefüllt. Die zusätzlich aufgebrachte wasserundurchlässige Asphaltauflage hat nun aber dazu geführt, dass das Regenwasser zu den Seiten hin drückte und die Gewände und die Unterkonstruktion ausgewaschen hat.
In Abstimmung mit der Denkmalpflege sollen jetzt die Hohlstellen im Mauerwerk wieder geschlossen werden. Dann müsse das Mauerwerk neu verfugt werden und die jetzt bis auf die Gewölbeschicht abgetragene Fahrbahn aus den Feldsteinen ersetzt werden, so erläuterte Demann jetzt.
Bittere Pille dabei für Schwester Electa, die Ökonomin des Thuiner Ordens, der das Marienheim führt: Die vorläufige Kostenschätzung allein für die Brückensanierung beläuft sich auf zusätzliche 45 000 Euro. / Bildtext: Mit bloßer Hand lassen sich die Steine aus dem Brückengewölbe aufnehmen, so zeigen hier Nikolaus Demann und die Ordensökonomin Schwester Electa. Foto: Gert Westdörp
Autor:
fhv


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