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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Lieber Flächenrecycling statt Neubebauung
Zwischenüberschrift:
Schüler befassten sich mit dem Thema Flächenverbrauch
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Sogar Platz für den ein oder anderen Swimmingpool bliebe im Baugebiet an der Knollstraße, wenn es nach den Plänen der 10b des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums geht. Das ist zwar nicht realistisch. Doch die Schüler sind eben ihren Idealvorstellungen gefolgt. Am besten fänden sie es ohnehin, wenn das Baugebiet gar nicht erst entstehen und die Fläche sich selbst überlassen würde.
Doch die Baugebietsplanung gehörte nun einmal zu zu dem Schulprojekt " Freifläche! Jugend kommuniziert Flächenverbrauch", an dem die 10b sich mit ihrer Lehrerin Cathrin Alt im Erdkundeunterricht als eine von bundesweit drei Klassen beteiligte. Ins Leben gerufen hat das Projekt das in Osnabrück ansässige Europäische Boden-Bündnis (ELSA).
Bauplanungen waren aber nur der Abschluss dessen, womit sich die Schüler im Erdkundeunterricht befasst haben. Für sie ging es vor allem darum, wie Bodenflächen verbraucht werden und welche Folgen das für Mensch und Natur hat.
Das Boden-Bündnis will Schülern mit " Freifläche!" das Thema Flächenverbrauch näherbringen. Denn das sei für Schüler meist erst einmal nicht so interessant, sagt Detlef Gerdts, Vorsitzender von ELSA. Das Projekt soll den Jugendlichen veranschaulichen, was alles daranhängt. Schließlich werden in Deutschland täglich 114 Hektar für Bau- und Gewerbegebiete versiegelt. Das entspricht einer Größe von 165 Fußballfeldern.
Um das Thema praxisnah umzusetzen, haben sich die Projektinitiatoren eine lebensnahe Ausgangsfrage überlegt. Sie lautete: " Wie soll mein Traumhaus aussehen?" Dann untersuchten sie, wie viel Boden das Grundstück verbrauchen würde. Schließlich muss die bewohnte Fläche versiegelt werden. Das, so wissen die Zehntklässler jetzt, macht es dem Wasser schwer, in den Boden zu sickern
Wer Flächen verplant und vermisst, muss auch mit digitalen Medien umgehen. Die Firma ECO REG, Projektpartner von " Freifläche!", hat den Schülern deshalb eine Software zur Verfügung gestellt, mit der sie Luftaufnahmen verschiedener Jahre miteinander vergleichen konnten. Selbst aus den Jahren 1935 und 1956 sind Bilder dabei. So konnten die Schüler herausfinden, wie groß das Gebiet an der Knollstraße ist und wie es früher einmal ausgesehen hat. Auch GPS-Geräte gehörten zur Ausrüstung der 10b.
Langfristig soll der Flächenverbrauch in Deutschland auf 30 Hektar pro Tag reduziert werden. Die 10b hat ein paar Ideen, wie zumindest in Osnabrück Flächen gespart werden können. Statt neue Siedlungen zu bauen, sollten lieber ohnehin schon bebaute Flächen wie die Briten-Kasernen verplant werden, meinen sie. Und die Fläche an der Knollstraße möchten die Schüler am liebsten so erhalten, wie sie ist. / Bildtext: Alternativen sind gefragt: Die 10b hat vom EMA-Gymnasium einen eigenen Entwurf für das Baugebiet Knollstraße gemacht. Foto: Elvira Parton
Autor:
rei


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