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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Experte stieß auf taube Ohren
Zwischenüberschrift:
Naturschutzbeauftragter: Abschuss von Tauben und Raben bringt nichts
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Doch Entwarnung für Rabenkrähen und Ringeltauben? Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt hat in seiner jüngsten Sitzung den Verwaltungsvorschlag, die Schonzeiten für die ungeliebten Vögel zu verkürzen, ohne Empfehlung an den Rat weitergereicht.
Die Argumente von Befürwortern und Gegnern der Raben- und Taubenjagd, aus den Vorjahren vielen Ausschussmitgliedern hinlänglich bekannt, wurden im Ausschuss nochmals ausgiebig ausgetauscht. In der hitzigen Debatte ging dabei der Beitrag von Gerhard Mescher, dem Naturschutzbeauftragten der Stadt Osnabrück, beinahe unter. Mescher ist der Auffassung, dass der Bestand von Raben und Ringeltauben durch Jagd nicht zu beeinflussen ist. Auch dann nicht, wenn die Vögel durch die verschärfte Jagd im Landkreis Osnabrück und im Kreis Steinfurt möglicherweise im Stadtgebiet Zuflucht suchten. Das war das Argument der Jagdbefürworter, die vorwiegend unter den CDU-Mitgliedern des Ausschusses zu finden waren. Der Naturschutzbeauftragte dagegen meint, man sollte sich den Fehlentscheidungen der Nachbarn nicht anschließen: " Es gibt keinen Konsens im Nonsens."
Die Grünen bemängelten, dass die " vorläufigen Schonzeit-Verkürzungen" inzwischen zum dritten Mal beschlossen werden sollen. Da könne nicht mehr von Vorläufigkeit gesprochen werden. Dabei habe die Verwaltung die ersten Versuchsphasen auch nicht dazu genutzt, Daten zu sammeln. Daten, die eventuell belegen könnten, dass durch den Abschuss von Raben und Tauben der Bestand der Tiere und die durch sie verursachten Fraßschäden in der Landwirtschaft zurückgingen.
Für die Unionsmitglieder im Ausschuss, darunter die Vorsitzende Anette Meyer zu Strohen, liegt das jedoch auf der Hand. Der Theorie des Naturschutzbeauftragten folgten sie nicht. Sie glauben: Der Abschuss der Tiere führe dazu, dass die Zahl konstant bleibe und sich nicht erhöhe.
Ulrich Hus (SPD) schlug schließlich vor, die Entscheidung ohne Empfehlung dem Rat zu übergeben. Er bat auch darum, die Debatte dort nicht zu wiederholen. / Bildtext: Weidmannsheil! Die Verwaltung möchte Ringeltauben und Rabenvögel stärker unter Beschuss nehmen lassen.
Autor:
swa


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