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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Ein schlesischer Tischler und sein Meisterstück
Zwischenüberschrift:
Sonderausstellung in der Reihe "Stadtgespräche"
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Studenten als Ausstellungsmacher, Geschichte als greifbare, regionale Entwicklung: " Meisterstück" heißt eine Sonderausstellung im Rahmen der Reihe " Stadtgespräche", die von Studierenden der Uni Osnabrück mit dem Kulturgeschichtlichen Museum entwickelt wurde.
Der aus Schlesien stammende Tischler Emanuel Fehbier aus Rothenfelde legte im April 1955 seine Meisterprüfung ab. Das Möbel, das er entworfen und gebaut hatte, ist im vergangenen Jahr ins Kulturgeschichtliche Museum gelangt. Dr. Thorsten Heese, wissenschaftlicher Mitarbeiter, hatte die Idee, das Stück zum Kernpunkt einer Aufgabe für eine Studentengruppe zu machen.
" Zu Beginn wurde die Leitfrage an uns herangetragen: Kann man Geschichte ausstellen?", berichtete Joachim Hentschel. Er gehörte zu den 16 Studierenden aus den Fächern Geschichte, Kunstgeschichte und European Studies, die an der Veranstaltung teilnahmen. Beraten von Heese, näherten sie sich der Person Fehlbiers: zuerst dem Handwerker, dann dem Menschen. " Wir konnten auf Aufzeichnungen zum Meisterstück zurückgreifen und mit Mitgliedern der Familie des Tischlermeisters sprechen", erklärte Hentschel bei der Ausstellungseröffnung in der Villa Schlikker. Dort bekamen die Studenten die Räume zur Verfügung gestellt, die Ergebnisse ihrer Arbeit zu präsentieren.
Mehrere Stationen führen nach oben, ins Dachgeschoss, wo aufgelöst wird, um welches Möbelstück es sich handelt. Bis der Betrachter dort ankommt, erhält er tiefe und überraschende Einblicke in das Leben eines Menschen, der, wie viele andere auch, von den Auswirkungen des Weltkriegs betroffen war. Fehlbiers Sohn, Emanuel junior, nannte die Ausstellung " ein tiefes, emotionales Aufwallen" und drückte seinen Wunsch aus, dass das Meisterstück im Anschluss einen " liebevollen Platz in einem der Museumsräume" erhält.
Fehlbiers Lebensgeschichte und das Meisterstück werden ergänzt durch Ausstellungsstücke, die Einblicke in den Alltag der 1950er Jahre geben. Ob sie die anfangs gestellte Aufgabe lösen konnten, bejahten die Ausstellungsmacher. Jörn Boll erklärte:, " Durch die Artefakte wird die Geschichte destilliert", und sein Kommilitone Jan Giebel sah " einen kompletten Rahmen für Geschichte" gefunden.
Die Ausstellung ist bis 12. Mai in der Villa Schlikker zu sehen. Öffnungszeiten Dienstag bis Freitag, 11 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag, 10 bis 18 Uhr. Eintrittspreis: 2 Euro, ermäßigt 1 Euro. / Bildtext: Das Meisterstück des aus Schlesien stammenden Tischlers Emanuel Fehbier ist der Kernpunkt einer zeitgeschichtlichen Ausstellung, die Studenten erarbeiteten. Foto: Elvira Parton
Autor:
iza


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