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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Stadtwerke bauen am Kohlekraftwerk mit
 
Osnabrück setzt auf Kohlekraftwerk
Zwischenüberschrift:
Vertrag mit RWE gestern unterzeichnet – Weniger CO2 durch moderne Technik
Artikel:
Kleinbild
 
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Originaltext:
Osnabrück. Die Stadtwerke Osnabrück haben gestern mit dem RWE-Konzern in Essen und 22 kommunalen Partnern den Vertrag über den Bau eines Kohlekraftwerkes in Hamm unterzeichnet.
Die neue Anlage soll 2011 in Betrieb gehen und eine Leistung von 1600 Megawatt haben. Drei Millionen Haushalte könnten damit versorgt werden. Das Kraftwerk Hamm erreicht damit die doppelte Leistung des Kraftwerkes in Ibbenbüren. Die in der Arbeitsgemeinschaft GEKKO (Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle) zusammengeschlossenen kommunalen Unternehmen werden über einen Anteil von 350 Megawatt verfügen. Auf die Stadtwerke Osnabrück entfallen davon 200 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Das entspricht einem Fünftel des Osnabrücker Strombedarfs. Die Stadtwerke machen sich damit weniger abhängig von der Strombörse in Leipzig.
23 Stadtwerke aus Nordrhein-Westfalen, Hessen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz sind mit der RWE Power AG die langfristige Bindung eingegangen. " Wir gehen mit dieser innovativen Partnerschaft neue Wege in der Stromerzeugung", betonte Dr. Jürgen Großmann, Vorstandsvorsitzender der RWE AG. " Wir freuen uns, die historisch gewachsenen Verbindungen zu den Kommunen weiter stärken zu können." Der Vertrag hat eine Laufzeit von 25 Jahren. Die Investitionssumme für die Doppelblockanlage beträgt zwei Milliarden Euro. Das Kraftwerk erzielt einen Wirkungsgrad von 46 Prozent und spart im Vergleich zu Altanlagen bei gleicher Stromproduktion rund 2, 5 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2 ) pro Jahr ein.
Dr. Ulrich Jobs, RWE-Vorstandsvorsitzender, mahnte: Allein durch die altersbedingte Stilllegung von Kraftwerken würden in den nächsten Jahren rund 35 000 Megawatt Leistung zusätzlich benötigt. Es drohe eine Versorgungslücke, die durch den Ausstieg aus der Kernenergie verschärft werde. Die Kohle leiste für die Versorgung einen wichtigen Beitrag.
Manfred Hülsmann, Chef der Stadtwerke Osnabrück und Sprecher der GEKKO-Gruppe, sagte, bei der eigenen Stromerzeugung setzten die Stadtwerke auf " modernste effiziente Erzeugungstechniken, zu denen zukünftig in verstärktem Ausmaß auch regenerative Energieträger zählen werden". Um die Stromversorgung in Deutschland zu sichern, seien neue, effiziente Kohlekraftwerke unentbehrlich.
Die Vertragspartner sind davon überzeugt, dass dieses Modell in Deutschland Nachahmer finden wird. RWE bietet den Kommunen an, sich auch an regenerativen Energieprojekten zu beteiligen. Dazu zählt die Stromerzeugung aus Biomasse und Erdwärme. Die Beteiligung der Stadtwerke Osnabrück an dem Kohlekraftwerk war nicht unumstritten: Die Grünen und Förderer der erneuerbaren Energien hatten sich dagegen ausgesprochen.

Osnabrück. Die Stadtwerke Osnabrück beteiligen sich am Bau des neuen Kohlekraftwerkes in Hamm. Zusammen mit RWE und 22 weiteren Kommunen unterzeichnete das Unternehmen gestern den Vertrag für eine Laufzeit von 25 Jahren. Investitionen von zwei Milliarden Euro sind für das Kraftwerk nötig, wobei es doppelt so viel Strom produzieren wird wie das Kraftwerk in Ibbenbüren. Osnabrück wird so ab 2011 etwa ein Fünftel seines Strombedarfs aus Hamm beziehen.
Im Vergleich zu alten Anlagen spart das Werk in Hamm etwa 2, 5 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2 ) pro Jahr ein, produziert aber die gleiche Menge Strom. Neue Kohlekraftwerke seien für die Versorgung hierzulande auch künftig unentbehrlich, sagte Manfred Hülsmann, Chef der Stadtwerke Osnabrück.


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