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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Hier blühen die buntesten Blumen
Zwischenüberschrift:
Osnabrücker bereiten sich bei Sonnenschein mit Frühjahrsboten auf den nahenden Frühling vor
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Auf dem Wochenmarkt in Osnabrück warten Stiefmütterchen in Blassrosa, Weiß-Lila und Orange geduldig in der Sonne. Kleine Traubenhyazinthen beginnen zu blühen. Der Frühling ist nicht mehr weit, Gärtner bereiten sich jetzt vor.
Für viele Frühjahrsblüher ist es fast noch zu früh, allein die robusten Christrosen zeigen sich in voller Pracht. " Christrosen kann man pflanzen, egal wie kalt es ist, die blühen immer", sagt Blumenverkäufer Thomas Henkel vom Großhandel Gröne. Noch ist es für mehr Farbe draußen zu kalt, und Stiefmütterchen und Primeln warten als Frühjahrsboten Nummer eins auf der Fensterbank, bevor sie Beet oder Balkon verschönern.
Lavendelfarbene Tulpen
" Mit einem schönen Strauß holt man sich am schnellsten ein wenig Frühling ins Haus", sagt Maria Kersten. Ihr Blumenhaus gibt es seit 131 Jahren, Maria Kersten führt es in vierter Generation. Sie hat sich auf Tulpenproduktion spezialisiert und beschäftigt eigens einen Gärtnermeister: " Der Gärtner kultiviert die Blumen so, dass wir täglich frische Tulpen haben." In diesem Jahr hat Maria Kersten ganz besondere Tulpen da mit dem erhabenen Namen " Double Prince". " Double" steht bei Tulpen immer für die gefüllte Blüte, eine " Purple Prince" ist die gleichfarbige Variante mit einfachem Blütenkopf. Ein neuer Trend aus Holland, denn: " Auch Blumen sind der Mode unterworfen!", lacht Maria Kersten. Auf Tulpen hat sie sich konzentriert, weil es sich bei den hohen Energiepreisen nicht lohnt, verschiedene Sorten zu ziehen. Ihre Wärmebedürfnisse sind einfach zu unterschiedlich.
Empfindliche Pflänzchen
Heinrich von der Haar leitet eine Blumengroßhandlung und kennt sich mit der Energie-Problematik aus. Nicht alle Pflanzen brauchen Wärme, um im Frühjahr blühen zu können. Kälte ist genauso wichtig.
Und so hat Heinrich von der Haar in ein computergesteuertes System investiert, das die Wärmezufuhr regelt. Ein Teil der Pflanzen steht in einer Halle mit Bodenheizung, ein anderer im sogenannten Kalthaus. Schon morgens bei Sonnenaufgang misst ein Computer die Lichtintensität und gleicht sie mit Erfahrungswerten ab. Dann kalkuliert er den Energiebedarf. Doch auch während des Tages reagiert das System flexibel auf Lux und Celsius. Bei 34 Kilolux, also bei erhöhter Lichtintensität durch starke Sonneneinstrahlung, geht die Lüftung an, bei geringerer Lux-Zahl wieder aus.
Wetterfühligkeiten
Alle Probleme des Marktes sind damit nicht gelöst. Das Wetter spielt hier nicht nur aufgrund der Temperaturen eine Rolle, sondern auch wegen seines Einflusses auf das Gemüt. Bei Regen und Schmuddelwetter geht niemand in den Garten.
" Erst wenn die Sonne scheint, juckt es den Kleingärtner in den Fingern", spricht Heinrich von der Haar aus Erfahrung. Bis dahin muss er die Pflanzen beschaffen, lagern und immer wieder Preise verhandeln. Sie ändern sich von heute auf morgen, von Woche zu Woche. Das macht das Geschäft mit den bunten Blumen oft so riskant.
Doch schließlich ist es ein schönes und im wahrsten Sinne des Wortes auch florierendes Geschäft. Für den großen Aufwand entschädigtdie große Freude, die man immer wieder mit Blumen macht. / Bildtext:
Grundfarben: Heinrich von der Haar mit Primeln in Rot und Gelb. Blau kommt dazu, und jede Farbe ist möglich. Fotos: Elvira Parton / Bildtext: Tulpen voll im Trend: Maria Kersten erntet täglich die Tulpen für ihre bunten Frühlingssträuße. Mit Schnittblumen holt man sich zuerst den Frühling ins Haus.
Autor:
Maja Weber


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