User Online: 1 | Timeout: 08:52Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Stadtwerke zwischen Kohle und Öko
Zwischenüberschrift:
Grüne: An Klimakiller nicht beteiligen – CDU: Ja zu Genussscheinen für erneuerbare Energien
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück. Die eigene Energieerzeugung der Stadtwerke ist weiter in der Diskussion. Die Grünen fordern in einem Brief an Vorstand und Aufsichtsrat der Stadtwerke, auf eine Beteiligung an Kohlekraftwerken zu verzichten. Die CDU-Fraktion hat unterdessen " mit Nachdruck" die Überlegungen begrüßt, mit der Ausgabe von Genussscheinen die Öko-Energien zu fördern.
Stadtwerke denken über Kraftwerksbeteiligungen in Uerdingen und Lünen nach. Kohleverstromung erzeuge schädliche Emissionen und viel CO2 und sei deswegen klimapolitisch " unsinnig", so der Fraktionsvorsitzende Michael Hagedorn und der umweltpolitische Sprecher Volker Bajus. Die Grünen weisen auf wachsende betriebswirtschaftliche Risiken hin. Zwar sei die Strategie, selber mehr Strom herzustellen, völlig richtig. Aber Kohlestrom sei wegen seiner umweltpolitischen Brisanz ein wirtschaftliches Problem, da aktuell die EU den Handel mit CO2 - Zertifikaten verschärfen wolle. Der " Strom aus Kohle wird also deutlich teurer als bislang geplant und Öko-Strom günstiger", sagte Bajus. Die Grünen fordern in ihrem Brief an den Vorstand und die anderen Aufsichtsratsmitglieder der Stadtwerke, sich auf die effizientere Kraft-Wärme-Kopplung und erneuerbare Energien zu konzentrieren.
Den Stadtwerken drohe darüber hinaus ein Imageproblem. " Kohlestrom ist Technik von gestern. Als kommunaler Versorger in regionaler Verantwortung kann man nicht erwarten, dass die Kunden klimapolitische Sünden mit Treue honorieren", so Hagedorn.
Die CDU unterstützt Pläne der Stadtwerke zur Umsetzung einer Beteiligungsform für Bürger, die über Genussrechte oder Genussscheine Geld für Investitionen in regenerative Energien bereitstellen könnten. Das Ökostromangebot der Stadtwerke werde leider nicht in dem Maße angenommen, als dass man wirklich von einer Förderung der erneuerbaren Energien sprechen könne. Knapp 500 Kunden seien einfach zu wenig, erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende Fritz Brickwedde. Sein Fraktionskollege Björn Meyer erinnerte an einen Vorstoß der CDU aus dem Jahr 2002. Schon damals hätten die Osnabrücker Christdemokraten eine Kooperation mit den Stadtwerken vorgeschlagen, um von deren Erfahrungen auf dem Energiesektor sowie deren Infrastruktur profitieren zu können.
Eine Beteiligungsgesellschaft, wie von CDU und FDP damals mehrfach vorgeschlagen oder jetzt über das Greenpeace-Genussrechte-Modell in die Diskussion gekommen, sei ein ganz neuer Ansatz. Privatleute können Summen etwa ab 500 Euro in eine Gesellschaft einzahlen, die die Geldgeber am Erfolg beteilige. Damit, so Brickwedde und Meyer weiter, würden " die nachhaltigen Prinzipien und Mechanismen der Freiwilligkeit und Marktwirtschaft wirken".
Schließlich sollte geprüft werden, ob eine Kooperation mit umliegenden Städten und Gemeinden möglich sei. Dadurch würde das eventuell auftretende Flächenproblem gemindert, erheblich mehr Kapital mobilisiert und die Zusammenarbeit im Osnabrücker Raum " auf diesem wichtigen und zukunftsweisenden Politikfeld" intensiviert werden. Bildtext: Selbst zu den Produzenten von Strom zu gehören, wie hier zum Beispiel die RWE in Niederaußem dieser Vorschlag der Stadtwerke Osnabrück ist im Rat umstritten. Foto: dpa


Anfang der Liste Ende der Liste